Walmart bringt ein kleines LED-Licht ins Regal und will damit Kunden wie Mitarbeitern Zeit sparen. Die neue Funktion „Shop to Light“ lässt das digitale Preisschild eines gesuchten Produkts aufblinken. Der Handelsriese setzt damit seine Technologieoffensive fort.
So funktioniert das Leuchtsystem
Kunden suchen in der Walmart-App nach einem Artikel und lassen sich zum richtigen Gang führen. Per Anfrage blinkt dann die LED am Regaletikett des Produkts. Das Suchen Regal für Regal entfällt.
Zwei Schwesterfunktionen nutzen dieselbe Technik für Mitarbeiter. „Pick to Light“ hilft beim Zusammenstellen von Online-Bestellungen für Abholung oder Lieferung, „Stock to Light“ beim Einräumen der Ware. Die Märkte führen bis zu 120.000 Artikel, da zählt jede gesparte Minute.
Nach einer Pilotphase im Sommer ist die Kundenfunktion bereits 5 Millionen Mal genutzt worden. Bis zur Weihnachtssaison sollen alle drei Features in den Filialen landesweit laufen, wie Digitalchef Greg Cathey ankündigte. Finanzielle Kennzahlen zum Programm legt der Konzern nicht offen.
Digitale Preisschilder bleiben umstritten
Die Technik baut auf den elektronischen Regaletiketten auf, die bereits in mehr als 4.300 Märkten hängen. Bis Jahresende sollen sie in der gesamten Kette installiert sein. Preise lassen sich damit zentral und über Nacht ändern, unter menschlicher Aufsicht.
Gerade das sorgt für Kritik. Verbraucherschützer und Politiker fürchten dynamische Preisgestaltung und die Auswertung von Kundendaten. Mehrere US-Bundesstaaten, darunter New Jersey, haben Beschränkungen beschlossen. Walmart nannte das eine Überreaktion, digitale Etiketten seien kein Überwachungsinstrument.
CEO John Furner versicherte in einem offenen Brief, Walmart bepreise „das Produkt, nicht die Person“. Einkommen, Einkaufshistorie oder Dringlichkeit würden den Preis nicht beeinflussen.
Technologie als Wachstumstreiber
Der Konzern investiert seit Jahren in KI-Assistenten, automatisierte Lieferketten, RFID-Chips und Drohnenlieferungen. Furner sieht nach eigenen Angaben deutliche Erträge dieser Investitionen. An der Börse hatten nach den Zahlen im August allerdings Sorgen um vergleichbare Umsätze und den Umsatzausblick auf dem Kurs gelastet.
Cathey betont, Filiale und E-Commerce seien kein Gegensatz mehr, sondern „ein und dasselbe“. Die Leuchtetiketten dienen genau diesem Zweck: Sie beschleunigen das Abholgeschäft und entlasten zugleich das Personal. Ob das Tempo reicht, um die Wachstumssorgen der Investoren zu zerstreuen, zeigt sich erst mit der Weihnachtssaison, für die der landesweite Start der drei Funktionen angepeilt ist.
Walmart-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Walmart-Analyse vom 02. Oktober liefert die Antwort:
Die neusten Walmart-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Walmart-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 02. Oktober erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
