Die US-Börsen haben am Freitag deutlich nachgegeben und damit eine turbulente Handelswoche abgeschlossen. Der S&P 500 verlor 1,51 Prozent auf 6.506 Punkte, während der Nasdaq Composite um 2,01 Prozent auf 21.648 Zähler fiel. Für den breiten Marktindex war es bereits die vierte Verlustwoche in Folge – die längste Serie seit Februar 2025. Die Eskalation im Nahen Osten, drei Wochen nach Beginn der Operation Epic Fury, belastet die Märkte zunehmend.
Auffällig: Aktien und Anleihen fielen gemeinsam, ein Muster, das auf tiefgreifende Verunsicherung hindeutet. Gold verzeichnete die schlechteste Woche seit 1983. „Der Markt akzeptiert allmählich, dass dieser Konflikt länger andauern könnte als zunächst erwartet“, erklärte Jake Dollarhide, Chef von Longbow Asset Management in Tulsa. „Wir sprechen möglicherweise nicht von wenigen Wochen, sondern von mehreren Monaten.“
Notenbanken signalisieren Kurswechsel bei Zinspolitik
Die Reaktion der Zentralbanken verschärft die Nervosität an den Märkten. Die Rendite für zehnjährige US-Staatsanleihen kletterte um 10,1 Basispunkte auf 4,38 Prozent – die dritte Woche in Folge mit Anstiegen. Noch dramatischer entwickelte sich die zweijährige Rendite, die um 6,1 Basispunkte auf 3,89 Prozent zulegte. Sie gilt als Indikator für die Zinserwartungen an die Federal Reserve.
Tatsächlich preisen die Märkte mittlerweile eine Zinserhöhung von etwa vier Basispunkten für das laufende Jahr ein. Noch vor wenigen Wochen wurden Zinssenkungen von 50 Basispunkten erwartet. „Es gibt die Befürchtung, dass die Fed die Zinsen anheben könnte, was ich für ziemlich unsinnig halte“, kommentierte Robert Pavlik von Dakota Wealth Management. „Dies ist kein Nachfrageproblem, sondern ein Angebotsproblem. Man muss die Straße von Hormus öffnen und den Ölfluss wiederherstellen.“
S&P 500 Chart
Energiesektor profitiert von steigenden Ölpreisen
Während die meisten Sektoren unter Druck standen, entwickelte sich der Energiesektor im S&P 500 positiv. Der entsprechende Teilindex legte um 2,8 Prozent zu und verzeichnete damit den 13. Wochengewinn in Folge – die längste Serie seit mindestens den späten 1980er Jahren. US-Rohöl verteuerte sich um 2,27 Prozent auf 98,84 Dollar je Barrel, Brent-Öl kletterte um 3,26 Prozent auf 112,19 Dollar – jeweils die höchsten Schlusskurse seit Juli 2022.
Der Irak erklärte Force Majeure (höhere Gewalt) für alle von ausländischen Unternehmen entwickelten Ölfelder, da militärische Operationen die Schifffahrt durch die Straße von Hormus behindern und den Großteil der Rohölexporte des Landes verhindern. Zudem schossen die Erdgaspreise in Europa am Donnerstag um bis zu 35 Prozent in die Höhe, nachdem Angriffe wichtige Infrastruktur im Nahen Osten trafen.
Anleger stehen vor der Frage, wie lange die geopolitischen Spannungen die Märkte dominieren werden. Die Ankündigung der USA, Maßnahmen zur Bewältigung der Ölversorgungskrise zu ergreifen, konnte die Nervosität bislang nicht dämpfen. Entscheidend dürfte sein, ob es gelingt, die Straße von Hormus wieder für den Schiffsverkehr zu öffnen und damit den Druck auf die Energiepreise zu verringern.
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