Vulcan Energy Resources-Aktie: Starke Personalie – schwaches Jahr!

Vulcan Energy beruft die frühere Lynas-Chefin Amanda Lacaze in den Aufsichtsrat. Die Aktie verzeichnet 2026 trotzdem deutliche Verluste.

Auf einen Blick:
  • Amanda Lacaze wird ab 17. August 2026 unabhängige Direktorin bei Vulcan Energy
  • Lacaze führte Lynas Rare Earths von 2014 bis Juni 2026 als CEO
  • Sie tritt zudem dem Audit-, Risiko- und ESG-Ausschuss bei
  • Vulcan-Aktie liegt YTD rund 40 Prozent im Minus

Wer in der australischen Rohstoffbranche einen Namen kennen muss, ist dieser: Amanda Lacaze. Zwölf Jahre lang war sie die Frau, die Lynas Rare Earths aus der Bedeutungslosigkeit in die Weltspitze der Seltene-Erden-Produzenten geführt hat. Im Juni 2026 legte sie das Amt nieder. Und nun, keine zwei Monate später, taucht ihr Name bei Vulcan Energy Resources auf.

Vom Lynas-Cockpit in den Vulcan-Aufsichtsrat

Vulcan Energy hat die Ernennung von Lacaze zur unabhängigen nicht geschäftsführenden Direktorin bekannt gegeben, wirksam ab 17. August 2026. Sie wird zudem dem Audit-, Risiko- und ESG-Ausschuss des Unternehmens beitreten. Das ist keine Alibistelle. Wer Lacaze kennt, weiß, dass sie keine Mandate annimmt, um auf Sitzungen zu nicken.

Ihre Vita ist eindrucksvoll, aber das Wort passt hier eigentlich nicht, sagen wir: ihre Vita ist dicht. Vor Lynas war sie in der Telekommunikations-, Technologie- und Konsumgüterbranche tätig. Derzeit ist sie Vorsitzende des Minerals Council of Australia und Mitglied von Chief Executive Women sowie des Australian Institute of Company Directors. Das ist das Netzwerk, das Vulcan gerade gut gebrauchen kann.

Gute Nachricht, schlechtes Jahr

Denn die Aktie hat 2026 bislang alles andere als geglänzt. Rund 41 Prozent Minus seit Jahresbeginn, die 52-Wochen-Spanne reicht von 2,43 bis 7,52 australischen Dollar. Heute läuft es mit plus 2,5 Prozent zumindest in die richtige Richtung, aber das ist Tagesgeschäft.

Die eigentliche Frage ist, ob eine prominente Boardbesetzung das Vertrauen der Anleger zurückbringt, das in den letzten Monaten sichtbar gelitten hat. Lacaze hat bewiesen, dass sie ein Rohstoffunternehmen durch schwieriges Terrain navigieren kann. Ob das bei Vulcan Energy reicht, wird erst die Zukunft zeigen.

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