In Landau in der Pfalz rollen die Bagger. Vulcan Energy Resources hat am Montag per ASX-Filing mitgeteilt, dass die Erd- und Tiefbauarbeiten am Standort des 30-Megawatt-Geothermiekraftwerks Lionheart begonnen haben. Für ein Unternehmen, das seit Jahren ankündigt, aus deutschen Thermalwässern Lithium zu fördern und dabei gleich noch sauberen Strom zu produzieren, ist das ein handfester Schritt. Endlich Beton statt Powerpoints.
Was in Landau entsteht
Das Kraftwerk trägt den Namen Lionheart und soll 30 Megawatt Geothermie-Leistung liefern. Der Standort Landau ist dabei kein Zufall, die Region im Oberrheingraben gilt als eine der geothermisch aktivsten in Mitteleuropa. Vulcan will die Wärme aus dem Untergrund nicht nur zur Stromerzeugung nutzen, sondern gleichzeitig Lithium aus dem Thermalwasser extrahieren. Das Konzept klingt elegant. Ob es in diesem Maßstab funktioniert, muss die Anlage erst beweisen.
40 Prozent im Minus, und jetzt?
Die Aktie hat in diesem Jahr gut 40 Prozent ihres Werts verloren, gemessen in Euro. Wer die 52-Wochen-Spanne kennt, 2,57 bis 7,52 australische Dollar, weiß, wie weit das Papier von seinen Hochs entfernt ist. Der heutige Tag brachte ein Plus von knapp 2 Prozent, was nach dem Baubeginn-Filing wenig überrascht. Ob das der Wendepunkt ist, hängt davon ab, wie schnell aus Tiefbauarbeiten ein laufendes Kraftwerk wird. Die nächsten Quartalszahlen kommen erst Ende Oktober.
Bis dahin bleibt Vulcan das, was es lange war: eine Wette auf deutschen Untergrund und australischen Optimismus.
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