Vulcan Energy-Aktie: Das Vertrauen verloren!

Die Aktie von Vulcan Energy hat sich zuletzt nur kurz von ihrem Kurseinbruch erholt. Ein operativer Erfolg bleibt an der Börse nahezu wirkungslos. Das Problem liegt woanders.

Auf einen Blick:
  • Die Vulcan-Energy-Aktie hatte sich vor dem Wochenende leicht erholt
  • Beim Lionheart-Projekt wurde die nächste erfolgreiche Bohrung gemeldet
  • Doch die leichte Zuversicht an der Börse ist bereits wieder verschwunden
  • Der Lithium-Preis ist im Keller – und Vulcan mit 80 Prozent im Jahresminus

Die Aktie von Vulcan Energy Ressources bleibt im Kurskeller. Nachdem die Papiere des deutsch-australisches Rohstoff- und Energieunternehmen, das sich auf die Produktion von klimaneutralem Lithium und Geothermie-Energie spezialisiert hat, am 8. Oktober unter die 1-Euro-Marke gefallen waren, wurden sie zunächst auf 0,71 Euro durchgereicht. Nach einer guten Nachricht verbesserte sich die Vulcan-Aktie vor dem Wochenende leicht auf 0,76 Euro, nur um zum Wochenstart erneut einzuknicken. Die Anleger, so scheint es, haben das Vertrauen in den Unternehmenserfolg verloren.

Der Hintergrund: Der Preis für Lithiumcarbonat war in China laut tradingeconomics.com zuletzt auf 100.000 CNY pro Tonne gefallen, rund 14.945 US-Dollar; zugleich der niedrigste Stand seit zehn Monaten. Grund hierfür seien „wachsende Sorgen hinsichtlich einer schwächeren Nachfrage bei gleichzeitig reichlichem Angebot“. Für Vulcan Energy zweifellos eine schlechte Nachricht, bevor 2028 die Inbetriebnahme des Lionheart-Projekts am Oberrheingraben anvisiert wird.

Vulcan Energy meldet dritte, erfolgreiche Bohrung

Von dort kam auch die Nachricht, die kurzzeitig wohl für etwas Erleichterung an den Börsen gesorgt hatte. Vulcan Energy habe die Arbeiten an der dritten Bohrung am Bohrplatz Schleidberg nahe Landau erfolgreich abgeschlossen, meldete das Unternehmen am Donnerstag. Die Bohrung LSC-3a wurde demnach im September 2026 von Vulcans unternehmenseigener Bohrfirma Vercana abgeteuft und Anfang Oktober erfolgreich getestet.

  • Einschließlich der bestehenden Bohrungen sei LSC-3a die siebte von insgesamt 28 geplanten Bohrungen im Rahmen des Lionheart-Projekts
  • Die Ergebnisse des Injektionstests sowie weitere gewonnene Daten flössen in die Planung und Umsetzung der Bohrungen LSC-4 und LSC-5 ein

Vulcan sieht sich in eigenen Annahmen bestätigt

Die erfolgreiche Reinjektion in den höher durchlässigen Gesteinsbereich bei LSC-3a sei „ein wichtiger Meilenstein bei der weiteren Risikoreduzierung, da sie eine zentrale Annahme unseres Erschließungsplans bestätigt“, versichert Cris Moreno, CEO von Vulcan Energy. Wirklich überzeugt aber sind die Märkte offenbar dennoch nicht: Die Vulcan-Aktie notiert aktuell knapp 80 Prozent im Jahresminus.

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