Vulcan Energy-Aktie: Es ist passiert!

Die Aktie von Vulcan Energy ist an einem neuen Tiefpunkt angelangt, trotz operativer Fortschritte. Das Problem des Lithium-Produzenten liegt woanders.

Auf einen Blick:
  • Die Vulcan-Energy-Aktie ist erstmals unter die Marke von einem Euro gefallen
  • Dabei kommt man beim Lionheart-Projekt am Oberrheingraben voran
  • Doch der fallende Lithium-Preis wird für das Unternehmen zum Problem

Der Absturz der Aktie von Vulcan Energy geht unvermindert weiter. Einen Monat, nachdem das Unternehmen die zweite Genehmigung zur kommerziellen Gewinnung von Lithium im Rahmen des Lionheart-Projekts vom Bergamt Rheinland-Pfalz erhalten hat, erreichten die Papiere im Laufe des Donnerstags einen neuen Tiefpunkt. Denn am Vormittag war es passiert: Die Vulcan-Aktie rutschte erstmals unter die psychologisch wichtige Marke von einem Euro, notierte sieben Prozent im Minus bei nur noch 0,94 Euro. Am Freitag im frühen Handel setzt sich der Einbruch fort. Was ist da los?

Vulcan Energy leidet unter fallendem Lithium-Preis

Während Vulcan Energy Ressources seit Jahren die nach eigenen Angaben weltweit erste kombinierte Produktion von Lithium und erneuerbarer, geothermischer Energie am Oberrheingraben vorantreibt, ändern sich die Rahmenbedingungen, und zwar zum Schlechten. Der Preis von Lithium, Grundlage unter anderem für Akkus für Stromspeicher und Elektroautos, war jahrelang massiv gestiegen – und befindet sich seit geraumer Zeit im Verfall. Allein seit Mai 2026 hat sich der Kurs pro Tonne Lithiumcarbonat in China laut tradingeconomics.com von mehr als 200.000 auf aktuell noch knapp 125.000 CNY um fast 40 Prozent verringert.

  • Analog ging es auch mit der Vulcan-Aktie in den Kurskeller – zuletzt immer schneller
  • Innerhalb eines Monats haben sich die Papiere allein um rund 40 Prozent verbilligt
  • Seit ihrem Zwischenhoch im Oktober bei 4,14 Euro beläuft sich das Minus auf fast 80 Prozent

Natrium-Ionen-Akku bedroht Vulcans Geschäftsmodell

Da nützen dem aufstrebenden Unternehmen die operativen Erfolge wenig. Das Lionheart-Projekt, welches sich an der Grenze zwischen Deutschland und Frankreich befindet, sei „ein Leuchtturmprojekt für die europäische Energie- und Rohstoffunabhängigkeit“, wie Vulcan nach wie vor betont. Jedoch: In China ist seit einem Monat das erste in Großserie gebaute Auto auf dem Markt, dessen Antriebsakku vollständig ohne Lithium auskommt. Das Herzstück ist eine Natrium-Ionen-Batterie, die den knappen Rohstoff durch reichlich vorhandenes Natrium ersetzt. Das Geschäftsmodell wackelt.

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