Vulcan Energy meldet ein wichtiges Update: Demnach macht das Unternehmen den nächsten Schritt beim Ausbau seines Lithiumgeschäfts. Vulcan hat eine Vormachbarkeitsstudie für das Projekt „Ludwig“ in der Region Ludwigshafen veröffentlicht. Es wäre nach „Lionheart“ das zweite große Projekt von Vulcan im Oberrheingraben und soll Lithiumgewinnung mit der Nutzung geothermischer Wärme verbinden.
Vulcan-Energy-Aktie: Zweites Projekt eröffnet neue Wachstumsperspektive
Projekt Ludwig soll jährlich rund 21.100 Tonnen Lithiumcarbonat produzieren. Der Rohstoff wird aus heißer Tiefensole gewonnen und anschließend direkt vor Ort zu batteriefertigem Lithiumcarbonat verarbeitet. Gleichzeitig will Vulcan die Wärme aus der Sole nutzen. Bis zu 3.125 Gigawattstunden erneuerbare Wärme könnten pro Jahr erzeugt werden – sowohl für regionale Abnehmer als auch für die eigenen Produktionsanlagen.
Interessant für Anleger ist vor allem die geplante Kostenstruktur. Vulcan veranschlagt für Ludwig Investitionen von rund 1,26 Milliarden Euro. Das sind etwa 15 Prozent weniger als beim ersten Projekt Lionheart. Gründe sind unter anderem die Erfahrungen aus der bisherigen Entwicklung, ein vereinfachtes Anlagenkonzept und die geplante Zusammenführung von Lithiumgewinnung und -verarbeitung an einem Standort. Die Produktionskosten werden mit rund 4.101 Euro je Tonne Lithiumcarbonat angegeben und sollen damit im günstigsten Viertel der weltweiten Kostenkurve liegen.
Vulcan Energy-Aktie: Alle zwei bis drei Jahre ein neues Projekt
Vulcan verfolgt dabei eine langfristige Strategie: Im Oberrheingraben sollen möglichst alle zwei bis drei Jahre weitere Projekte entstehen. Nach dem Produktionsstart von Lionheart soll die endgültige Investitionsentscheidung für Ludwig vorbereitet werden. Zuvor stehen unter anderem weitere seismische Untersuchungen und Bohrungen an.
Für die Vulcan-Energy-Aktie erhöht das Projekt damit den langfristigen Wachstumsspielraum deutlich. Entscheidend wird jedoch sein, ob Vulcan die geplanten Kosten, Produktionsmengen und Zeitpläne tatsächlich erreichen kann. Gelingt dies, könnte sich das Unternehmen zu einem skalierbaren Produzenten in Europa weiterentwickeln.
Die Vulcan Energy-Aktie reagierte am Donnerstagmorgen mit einem Plus von 1,44 % auf die Meldung. Auf 6-Monats-Sicht belief sich das Minus auf knapp -27 %. Der Titel ist damit weiterhin deutlich entfernt von alten Höchstständen (Stand: 03.09.2026, 9:30 Uhr).
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