Vulcan Energy-Aktie: Sturz ins Bodenlose!

Die Aktie von Vulcan Energy notiert auf einem neuen Tiefstand. Bevor überhaupt kommerziell Lithium am Oberrheingraben gewonnen werden kann, geht der Preis in den Keller.

Auf einen Blick:
  • Der Kurs der Vulcan-Energy-Aktie stürzt seit Juni tiefer und tiefer
  • Der fallende Preis für Lithiumcarbonat schreckt offenbar die Anleger
  • Die Analysten hatten das Debakel so nicht vorhergesehen
  • Die Papiere sind weit entfernt von deren hohen Kurszielen

Liebe Leserin, lieber Leser,

der dramatische Ausverkauf bei der Aktie von Vulcan Energy Ressources geht in der neuen Woche weiter. Am vergangenen Donnerstag waren die Papiere des deutsch-australisches Rohstoff- und Energieunternehmen, das sich auf die Produktion von klimaneutralem Lithium und erneuerbarer Geothermie-Energie spezialisiert hat, erstmals unter die Marke von einem Euro gefallen, aktuell verliert die Vulcan-Aktie weitere elf Prozent auf nur noch 0,75 Euro. Der Hintergrund: Während das Lionheart-Projekt am Oberrheingraben mehr und mehr Formen annimmt, fällt der Lithium-Preis derweil ins Bodenlose.

Fallender Lithium-Preis drückt die Aktie

Die Preise für Lithiumcarbonat in China stürzte laut tradingeconomics.com am Montag auf 115.000 CNY pro Tonne (rund 17.184 US-Dollar). Dies war der niedrigste Stand des Jahres, „bedingt durch eine Kombination aus nachlassender Nachfrage und neuen Hinweisen auf ein reichliches Angebot“, wie es heißt. Eine Hiobsbotschaft für Vulcan.

Die EU plane zudem, die Importe chinesischer Hybrid-Elektrofahrzeuge ab dem kommenden Jahr auf jährlich 350.000 Einheiten zu begrenzen. „Nach Einschätzung der Europäischen Kommission dürfte dies den Marktanteil Chinas in der EU halbieren und die Aufträge an Batteriehersteller in der Region einschränken, nachdem jüngste Daten höhere Lithium-Lagerbestände als erwartet ausgewiesen hatten“, so der Bericht.

Vulcan Energy verliert zwei Drittel Börsenwert

Der Branchenverband SMM änderte demnach zugleich seine Methodik zur Erfassung von Lagerbestandsdaten, was zu einem Anstieg der chinesischen Lithium-Vorräte um 175.000 Tonnen führte – doppelt so viel wie zuvor geschätzt. Die Aussichten für Vulcan Energy verschlechtern sich also, noch bevor am Oberrheingraben der kommerzielle Abbau des für Stromspeicher und Elektroautos so begehrten Rohstoffs überhaupt begonnen hat. Zur Einordnung:

  • Anfang Mai war die Tonne Lithiumcarbonat noch bei rund 200.000 CNY gehandelt worden
  • Seitdem hat sich der Preis um 42,5 Prozent verringert, analog zu Lithiumaktien wie etwa Albemarle

Die Vulcan-Aktie allerdings hat es noch übler erwischt: Allein seit Jahresbeginn haben die Papiere mittlerweile rund 70 Prozent ihres Werts eingebüßt.

Analysten mit extrem hohen Kurszielen

Die Analysten hat all das auf dem falschen Fuß erwischt: Laut marketscreener.com träumen diese noch immer von Kursen zwischen 4,50 und 10,75 Australische Dollar, was einer Range zwischen umgerechnet 2,80 und 6,70 Euro entspricht. Im Klartext: Selbst für die niedrigste Prognose müsste die Vulcan-Aktie sich mittelfristig im Wert mehr als verdreifachen. Dafür allerdings spricht im Moment gar nichts, im Gegenteil.

Da nutze es wenig, dass das Unternehmen Ende September den Start der kommerziellen Produktion des eigenentwickelten Adsorbens VULSORB® in Deutschland bekanntgab. Das Verfahren werde eingesetzt, um Lithium-Ionen selektiv aus Thermalsole zu gewinnen. „Dieser Prozess wird auch als adsorptionsbasierte, direkte Lithiumextraktion, kurz A-DLE, bezeichnet und wurde über mehrere Jahre hinweg an Vulcans Pilotanlagen in Insheim sowie an der Optimierungsanlage in Landau getestet und validiert“, hieß es.

Vulcan will 2028 an den Start gehen

Mit dem Start der kommerziellen Produktion von VULSORB stelle Vulcan die ersten Füllmengen für die Extraktionssäulen des Lionheart-Projekts her, in denen künftig die Lithiumgewinnung im industriellen Maßstab erfolgen soll. Als nächsten Schritt werde das Unternehmen gemeinsam mit seinem Fertigungspartner in den kommenden 18 bis 24 Monaten VULSORB produzieren, um die Inbetriebnahme des Lionheart-Projekts in der zweiten Jahreshälfte 2028 vorzubereiten.

Damit, so hieß es, verfüge Vulcan Energy „über eine der wenigen kommerziell erprobten Technologien dieser Art mit westlichem Ursprung und einer Lieferkette, die vollständig von China unabhängig sei. „In einer Zeit, in der der Zugang zu kritischen Rohstoff-Technologien immer mehr an strategischer Bedeutung gewinnt“, so die damalige Mitteilung.

  • Mit einem derartigen Verfall des Lithium-Preises aber haben sie wohl nicht gerechnet
  • Die Anleger zeigen keinerlei Pardon – und auch die Vulcan-Akie fällt ins Bodenlose

Vulcan Energy Resources-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Vulcan Energy Resources-Analyse vom 13. Oktober liefert die Antwort:

Die neusten Vulcan Energy Resources-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Vulcan Energy Resources-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 13. Oktober erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Vulcan Energy Resources: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Disclaimer

Die auf finanztrends.de angebotenen Beiträge dienen ausschließlich der Information. Die hier angebotenen Beiträge stellen zu keinem Zeitpunkt eine Kauf- beziehungsweise Verkaufsempfehlung dar. Sie sind nicht als Zusicherung von Kursentwicklungen der genannten Finanzinstrumente oder als Handlungsaufforderung zu verstehen. Der Erwerb von Wertpapieren ist risikoreich und birgt Risiken, die den Totalverlust des eingesetzten Kapitals bewirken können. Die auf finanztrends.de veröffentlichen Informationen ersetzen keine, auf individuelle Bedürfnisse ausgerichtete, fachkundige Anlageberatung. Es wird keinerlei Haftung oder Garantie für die Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen sowie für Vermögensschäden übernommen. finanztrends.de hat auf die veröffentlichten Inhalte keinen Einfluss und vor Veröffentlichung sämtlicher Beiträge keine Kenntnis über Inhalt und Gegenstand dieser. Die Veröffentlichung der namentlich gekennzeichneten Beiträge erfolgt eigenverantwortlich durch Gastkommentatoren, Nachrichtenagenturen o.ä. Demzufolge kann bezüglich der Inhalte der Beiträge nicht von Anlageinteressen von finanztrends.de und/ oder seinen Mitarbeitern oder Organen zu sprechen sein. Die Gastkommentatoren, Nachrichtenagenturen usw. gehören nicht der Redaktion von finanztrends.de an. Ihre Meinungen spiegeln nicht die Meinungen und Auffassungen von finanztrends.de und deren Mitarbeitern wider. (Ausführlicher Disclaimer)