Vulcan Energy Aktie: 24.000 Tonnen Kapazität in Landau

Trotz eines neuen Jahrestiefs baut State Street seine Beteiligung an Vulcan Energy aus. Der Lithium-Entwickler treibt parallel seine Bauprojekte voran.

Auf einen Blick:
  • State Street stockt auf 3,01 Prozent auf
  • Aktie fällt auf neues 52-Wochen-Tief
  • Bau der Lithiumanlagen in Deutschland läuft
  • Projekt Lionheart mit 2,2 Milliarden finanziert

Die Aktie von Vulcan Energy steht massiv unter Druck. Erst am Mittwoch fiel das Papier auf ein neues 52-Wochen-Tief von 1,75 Euro. Ausgerechnet in dieser Schwächephase stockt ein Schwergewicht der Finanzbranche auf.

State Street Corporation hat seine Stimmrechte an dem Lithium-Entwickler ausgebaut. Der US-Finanzkonzern hält nun 3,01 Prozent der Anteile. Zuvor lag der Wert bei 2,90 Prozent. Diese Aufstockung verdeutlicht das anhaltende institutionelle Interesse an dem Rohstoffunternehmen.

Das Engagement fällt in eine bittere Börsenphase für Kleinaktionäre. Seit Jahresbeginn verlor der Kurs mehr als 31 Prozent. Bis zum Handelsschluss am Mittwoch erholte sich die Aktie minimal auf 1,79 Euro. Der Wert notiert damit weit unter seinem 200-Tage-Durchschnitt.

Bauarbeiten laufen an

Vulcan Energy treibt parallel dazu sein Projekt „Lionheart“ in Deutschland voran. Im Mai sicherte sich das Unternehmen die Finanzierung von 2,2 Milliarden Euro. Nun hat die Umsetzung begonnen. In Landau legte das Management kürzlich den Grundstein für die geplante Geothermie- und Lithiumanlage.

Auch im Frankfurter Industriepark Höchst drehen sich die Kräne. Dort entsteht die zentrale Lithium-Chemiefabrik. Das Ziel: Vulcan Energy will eine europäische Lieferkette für batteriefähiges Lithium aufbauen. Der Konzern positioniert sich damit als lokaler Versorger für die heimische Automobilindustrie.

Die geplante Jahreskapazität liegt bei 24.000 Tonnen Lithiumhydroxid. Diese Menge reicht für rund 500.000 Elektroauto-Batterien. Zusätzlich liefert die Anlage erneuerbaren Strom und Wärme für lokale Verbraucher. Der Betrieb ist für eine Laufzeit von 30 Jahren kalkuliert.

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