VOYAGER TECHNOLOGIES INC-A Aktie: NASA-Auftrag über 298 Millionen

Voyager Technologies übernimmt Astrobotic für bis zu 300 Mio. USD und erhält NASA-Auftrag über 298 Mio. USD für Mondmissionen.

Auf einen Blick:
  • Akquisition von Astrobotic abgeschlossen
  • NASA vergibt 298-Millionen-Auftrag
  • Aktie steigt um über sieben Prozent
  • Neue Kreditlinie über 250 Millionen

Das Unternehmen gab am 13. Juli 2026 den offiziellen Abschluss der Übernahme von Astrobotic Technology bekannt. Damit geht eine signifikante Neuausrichtung einher: Das in Pittsburgh ansässige Unternehmen wird fortan als Voyager Lunar Systems operieren. Die Leitung des neuen Segments übernimmt John Thornton, der bisherige CEO von Astrobotic.

Übernahmebedingungen und neue Großaufträge

Der Deal hat ein Gesamtvolumen von bis zu 300 Millionen US-Dollar. Im Rahmen der Vereinbarung zahlte Voyager Technologies zunächst 162 Millionen US-Dollar in bar und Aktien. Hinzu kommt die Übernahme von Schulden in Höhe von 9 Millionen US-Dollar. Die restlichen 129 Millionen US-Dollar sind an das Erreichen bestimmter Earn-out-Ziele gekoppelt. Laut Berichten von AlphaPilot stellt die Akquisition eine massive Erweiterung der Kapazitäten dar, da Astrobotic nicht nur rund 300 Mitarbeiter und ein eigenes Missionskontrollzentrum einbringt, sondern auch eine gut gefüllte Projektpipeline.

Parallel zum Abschluss der Übernahme wurde ein bedeutender Erfolg bei der US-Raumfahrtbehörde verzeichnet. Die NASA vergab einen Task-Order-Auftrag im Wert von 298 Millionen US-Dollar für zwei Mondlande-Missionen im Rahmen des CLPS-Programms (Commercial Lunar Payload Services). Dieser Auftrag, der bereits Ende Juni 2026 fixiert wurde, umfasst die Durchführung der Peregrine-2-Missionen, deren Start für das Jahr 2028 zu den Gruithuisen Domes auf dem Mond geplant ist. Das Auftragsvolumen entspricht etwa dem 8,5-fachen des Umsatzes, den Voyager Technologies im ersten Quartal 2026 mit 35,25 Millionen US-Dollar erzielt hatte.

Operative Meilensteine und finanzielle Lage

Neben den künftigen Missionen stehen kurzfristige Projekte im Fokus. Der Griffin-1-Lander, Teil der Griffin Mission One (auch als Moon Base II bekannt), wurde für Umwelttests an das Jet Propulsion Laboratory (JPL) versandt. Der Start dieser Mission, die zehn Nutzlasten zum Südpol des Mondes befördern soll, ist frühestens für November 2026 vorgesehen. Trotz der operativen Erfolge bleibt die finanzielle Situation von Voyager Technologies angespannt. Das Unternehmen verzeichnete für das Geschäftsjahr 2025 einen Nettoverlust von rund 105 Millionen US-Dollar, nachdem die Verluste bereits in den Vorjahren (25 Millionen US-Dollar in 2023 und 62 Millionen US-Dollar in 2024) kontinuierlich gestiegen waren.

Um den hohen Kapitalbedarf für die Expansionsstrategie zu decken, sicherte sich Voyager Technologies im Juli 2026 eine neue Kreditlinie über 250 Millionen US-Dollar sowie Wandelanleihen im Volumen von 435 Millionen US-Dollar mit einem Zinssatz von 0,75 Prozent. Ende 2025 verfügte das Unternehmen laut PRISM MarketView über eine Liquidität von 704,7 Millionen US-Dollar.

Marktreaktion und Analystenstimmen

An der Börse sorgten die Nachrichten für deutliche Bewegung. Die Aktie von Voyager Technologies notiert aktuell bei 27,40 € und verzeichnete heute ein Plus von 7,03 %. Trotz dieses Tagesgewinns liegt der Kurs mit einem Abstand von 11,76 % deutlich unter seinem 50-Tage-Durchschnitt von 31,05 €. Seit dem 52-Wochen-Hoch bei 45,00 €, das Ende Mai 2026 erreicht wurde, hat das Papier rund 39,11 % an Wert verloren. Die aktuelle Marktkapitalisierung beläuft sich auf 1,62 Milliarden €.

Die Analystenzunft blickt jedoch überwiegend optimistisch auf die langfristigen Aussichten der neuen Voyager Lunar Systems. Der Konsens umfasst sechs Kaufempfehlungen bei nur einer Halteposition. Die Analysten von Wolfe Research vergaben das Prädikat „Outperform“ mit einem Kursziel von 55 US-Dollar. Jefferies sieht das Potenzial sogar bei 60 US-Dollar und rät zum Kauf, während JP Morgan die Aktie mit „Overweight“ einstuft. Auch Wedbush und Citigroup halten an ihren positiven Einschätzungen fest. Die Anleger richten ihr Augenmerk nun auf den 3. August 2026, wenn Voyager Technologies die Ergebnisse für das zweite Quartal vorlegen wird.

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