Vonovia konnte im ersten Quartal noch ein recht solides Ergebnis erzielen. Dank erneut gestiegener Mieten ging es mit dem Ebitda um 1,4 Prozent auf 711,6 Millionen Euro aufwärts. Allerdings konnten die Anleger sich darüber nicht recht freuen. Denn in der Bilanz versteckten sich auch bereits erste Hinweise auf Auswirkungen des Irankriegs und dessen Folgen.
Die Inflation im Euroraum ist wieder angestiegen und damit steigt auch die Erwartung, dass die EZB die Zinsen in nicht allzu ferner Zukunft wieder erhöhen könnte. Im Baubereich sind höhere Zinsen zum Teil bereits angekommen. Dadurch bedingt steigen die Kapitalkosten für Unternehmen wie Vonovia.
Vonovia: Das könnte teuer werden
Für das erste Quartal meldete Vonovia bereits höhere Finanzierungskosten, was maßgeblich für eine um 7,2 Prozent geringeren auf die Aktionäre zurechenbaren bereinigten Gewinn verantwortlich war. Daraus ergeben sich aktuell nicht die freundlichsten Aussichten, da in dieser Hinsicht weitere Belastungen zumindest nicht auszuschließen sind.
Dem gegenüber steht ein starkes Vermietungsgeschäft, bei dem die Nachfrage das Angebot weiterhin in einem fast schon absurden Ausmaß übersteigt. Zudem arbeitet Vonovia auch daran, die Verschuldung zu senken. Die Anteilseigner scheint dies aber nur geringfügig beruhigen zu können. An der Börse tut sich Deutschlands größter Vermieter derzeit etwas schwer.
Gefangen im Abwärtstrend
Vonovia Aktie Chart
Die mangelnde Zuversicht ist im Chart sehr deutlich zu erkennen. Ein Erholungsversuch aus dem Februar wurde schnell kassiert und mit 22,24 Euro an diesem Wochenende sind Verluste von rund 19 Prozent im Jahresvergleich festzustellen. Chancen aufgrund von Aussichten auf den Gebäudetyp E und weitere politische Maßnahmen rücken momentan in den Hintergrund. Die Börsianer fürchten um weiter ansteigende Kapitalkosten, was Erfolge an anderer Stelle im ungünstigsten Fall vollständig egalisieren könnte.
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