Goldman Sachs hat heute das Kursziel für Vonovia von 18,20 auf 17,70 Euro gesenkt und die Einstufung „Neutral“ bestätigt. Medienberichten zufolge passte Analyst Jonathan Kownator seine Schätzungen an den Neunmonatsbericht an. Die Aktie verliert heute 0,6%.
Analysten setzen unterschiedliche Maßstäbe
Deutsche Bank Research bestätigte dagegen gestern die Kaufempfehlung „Buy“ und das Kursziel von 20 Euro. Damit liegt die Zielmarke des Hauses über der neuen Bewertung von Goldman Sachs.
Die am Mittwoch veröffentlichten Neunmonatszahlen zeigten gegenläufige Entwicklungen: Das bereinigte EBITDA stieg, während das bereinigte Vorsteuerergebnis zurückging. Vonovia verwies auf höhere Finanzierungskosten, längere Verkaufsprozesse und ein schwieriges Marktumfeld.
Für 2027 erwartet das Unternehmen ein leichtes Wachstum des bereinigten EBITDA und ein bereinigtes Vorsteuerergebnis weitgehend auf Vorjahresniveau. Als Belastungen nannte Vonovia höhere Finanzierungskosten sowie geringere erwartete Beiträge aus wiederkehrenden Verkäufen und Projektentwicklung.
Reuters berichtete am Mittwoch außerdem, dass steigende Zinsen den Schuldenabbau erschweren. Immobilienverkäufe dauerten wegen der Zurückhaltung von Käufern länger; die Berliner Vergesellschaftungsdebatte verunsichere Investoren.
JPMorgan meldet höhere Gesamtposition
Eine heute veröffentlichte Stimmrechtsmitteilung weist für JPMorgan Chase & Co. eine Gesamtposition an Vonovia von 5,08 % aus, nach zuvor 4,88 %. Der Schwellenübertritt erfolgte am 30. Oktober.
Dabei entfallen 0,95 % auf Stimmrechte aus Aktien und 4,13 % auf Instrumente. Die gemeldete Gesamtposition besteht damit überwiegend aus Instrumenten, nicht aus unmittelbar gehaltenen Aktien-Stimmrechten.
Als nächste Investorentermine hat Vonovia die Neunmonats-Roadshow am 09.11.2026 in Frankfurt und am 10.11.2026 in Paris angekündigt. Am 12.11.2026 folgt die Kepler Pan-European Real Estate Conference in London.
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