Mit einem Kursverlust von zehn Prozent war die Vonovia-Aktie am Donnerstag der ganz große Verlierer im DAX. Der Immobilienkonzern setzte damit seine jüngste Talfahrt beschleunigt fort. Innerhalb von drei Wochen verlor die Vonovia-Aktie fast 25 Prozent an Wert. Was steckt hinter der massiven Kurskorrektur?
Kurseinbruch trotz guter Nachrichten
Eigentlich gab es bei Vorstellung der jüngsten Zahlung durch Vonovia nur gute Nachrichten. Die monatliche Miete pro Quadratmeter erhöhte sich um fast fünf Prozent. Der Marktwert des Immobilienbestandes stieg um drei Prozent auf 84,4 Milliarden Euro. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen legte um sechs Prozent auf 2,8 Milliarden Euro zu. Und die Dividende wurde um 2,5 Prozent auf 1,25 Euro je Aktie erhöht.
Auch der Ausblick auf das laufende Jahr ist solide. Das Management rechnet mit einer weiteren Steigerung des EBITDA auf 2,95 bis 3,05 Milliarden Euro.
Anleger hatten sich aber offenbar eine optimistischere Prognose erhofft. Zudem fehlt dem Immobilienkonzern trotz geplanter Portfolioverkäufe eine klare Wachstumsfantasie.
Besonders stark belastet haben den Kurs der Vonovia-Aktie allerdings die Entscheidungen und Kommentare der US-Notenbank bei ihrer gestrigen Sitzung. Die Fed ließ nicht nur den Leitzins unangetastet, sondern erhöhte auch ihre Inflationsschätzung für das laufende Jahr. Das bedeutet, dass der Spielraum für weitere Zinssenkungen inzwischen sehr gering geworden ist.
Höhere Zinsen bedeuten für Vonovia teurere Refinanzierungen und potenziell sinkende Immobilienbewertungen in der Zukunft. Zudem erschweren sie Portfolioverkäufe, da diese für Käufer teuer zu finanzieren sind.
Zu stark angeschlagen
Die Vonovia-Aktie drängt sich vor diesem Hintergrund aktuell nicht zum Kauf auf. Sie ist sowohl fundamental als auch charttechnisch zu stark angeschlagen.
Vonovia-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Vonovia-Analyse vom 20. März liefert die Antwort:
Die neusten Vonovia-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Vonovia-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 20. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
