Ein neues Quartal, dieselbe Frustration. So fasst Pierre-Emmanuel Clouard von Jefferies seine Einschätzung zu Vonovia nach dem jüngsten Geschäftsbericht zusammen, und man muss dem Mann zugutehalten, dass er wenigstens ehrlich ist. Das Kursziel für die Vonovia-Aktie senkte er am Mittwoch von 30 auf 28,50 Euro. Die Kaufempfehlung behielt er dennoch bei.
Mietwachstum unter Druck
Das Ziel für das organische Mietwachstum wurde laut Clouard nur moderat gesenkt. Nur moderat, das klingt fast beruhigend. Allerdings helfe auch eine moderate Kürzung der Anlagestory natürlich nicht, schreibt der Analyst. Das ist die höfliche Version von: Es läuft nicht rund.
Alles auf das zweite Halbjahr
Was Clouard zudem anmerkt, ist der eigentliche Knackpunkt: Das Ergebnisziel für das Gesamtjahr hänge nun noch stärker davon ab, dass im zweiten Halbjahr mehr Dynamik beim Verkauf von Wohnungen und Einfamilienhäusern sowie im Entwicklungsgeschäft entsteht. Die Ziele blieben erreichbar, so Jefferies. Erreichbar, nicht sicher. Das ist ein Unterschied, den Anleger kennen sollten.
Die Vonovia-Aktie hat seit Jahresbeginn gut 12 Prozent verloren und notiert damit deutlich unter dem neuen Jefferies-Kursziel. Ob das zweite Halbjahr die Wende bringt, erfährt der Markt am 4. November, wenn Vonovia die nächsten Zahlen vorlegt.
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