Vonovia-Aktie: Jahresabschluss naht!

Vonovia veröffentlicht Jahreszahlen 2025. Im Fokus stehen das angepeilte EBITDA und der Fortschritt bei der Reduzierung der hohen Verschuldung unter dem neuen Vorstandschef.

Auf einen Blick:
  • Erste Bilanz unter neuem CEO Luka Mucic
  • Fokus auf EBITDA-Ziel und Schuldenabbau
  • Aktie notiert deutlich unter Jahreshoch
  • Gemischte Analysteneinschätzungen vorliegend

Kommenden Donnerstag öffnet Vonovia die Bücher für 2025 — und liefert damit die erste große Standortbestimmung unter dem seit Januar amtierenden CEO Luka Mucic. Zwei Fragen stehen im Mittelpunkt: Erreichte der Konzern das angepeilte Adjusted EBITDA von rund 2,8 Milliarden Euro? Und wie schnell lässt sich die hohe Schuldenlast weiter abbauen?

Solide Basis, aber offene Fragen

Die Neunmonatszahlen gaben durchaus Anlass zum Optimismus. Ein starkes Ergebnis trotz kleinerem Portfolio: Während der Wohnungsbestand um 9.000 Einheiten sank, kletterte das bereinigte EBITDA im Bereich Vermietung auf 1,85 Mrd. Euro (+2,5 %).

Besonders dynamisch entwickelte sich der Operating Free Cash-Flow mit einem Plus von über 27 %. Der hohe Nettogewinn von 3,41 Mrd. Euro ist allerdings mit Vorsicht zu genießen, da er wesentlich auf Buchgewinnen durch Portfolioaufwertungen basiert. Erst der Jahresabschluss wird offenlegen, wie nachhaltig die rein operative Performance tatsächlich ist.

Refinanzierung mit Rückenwind

An der Kapitalstruktur hat Vonovia zuletzt aktiv gearbeitet. Der Konzern treibt seine Refinanzierungsstrategie aktiv voran: Auf die stark nachgefragten Eurobonds Ende 2025 folgte im Februar eine Yen-Emission, um kurzfristige Fälligkeiten bis 2027 abzulösen. Die operative Entschuldung macht Fortschritte, was sich im Rückgang des Verschuldungsfaktors von 15,1 auf 14,0 widerspiegelt. Trotz dieser richtigen Weichenstellung bleibt die Reduktion der Gesamtschuldenlast die kritische Messgröße für die Marktteilnehmer.

Vonovia SE Aktie Chart

Analysten gespalten, Aktie unter Druck

Morgan Stanley stufte die Aktie im Februar von „Underweight“ auf „Equal-Weight“ hoch und nannte ein Kursziel von 30 Euro. Als Begründung führten die Analysten das robuste Mietwohnungsportfolio und Entschuldungspotenzial unter Mucic an — wiesen aber gleichzeitig auf hohe Verschuldung und eine niedrige Eigenkapitalrendite hin. JPMorgan bleibt mit einem Kursziel von 36 Euro bei „Overweight“.

Die Aktie notiert derzeit bei 23,92 Euro und damit rund 21 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 30,25 Euro aus dem Mai 2025. Der Abstand zum 200-Tage-Durchschnitt beträgt knapp zehn Prozent — der Titel steht spürbar unter Druck.

Dichter Terminkalender bis zur Hauptversammlung

Neben dem Jahresbericht am 19. März folgen die Q1-Zahlen am 7. Mai und die Hauptversammlung am 21. Mai. Für 2025 wird eine Dividende von 1,25 Euro je Aktie erwartet, nach 1,22 Euro für das Vorjahr. Parallel scheidet Vorstandsmitglied Daniel Riedl Ende Mai aus — Mucic übernimmt damit zunehmend alleinige Verantwortung.

Für 2026 hat Vonovia bereits ein Adjusted EBITDA zwischen 2,95 und 3,05 Milliarden Euro in Aussicht gestellt. Ob das operative Fundament diese Prognose trägt, wird der Markt am 19. März genau unter die Lupe nehmen.

Vonovia-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Vonovia-Analyse vom 13. März liefert die Antwort:

Die neusten Vonovia-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Vonovia-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 13. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Vonovia: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Disclaimer

Die auf finanztrends.de angebotenen Beiträge dienen ausschließlich der Information. Die hier angebotenen Beiträge stellen zu keinem Zeitpunkt eine Kauf- beziehungsweise Verkaufsempfehlung dar. Sie sind nicht als Zusicherung von Kursentwicklungen der genannten Finanzinstrumente oder als Handlungsaufforderung zu verstehen. Der Erwerb von Wertpapieren ist risikoreich und birgt Risiken, die den Totalverlust des eingesetzten Kapitals bewirken können. Die auf finanztrends.de veröffentlichen Informationen ersetzen keine, auf individuelle Bedürfnisse ausgerichtete, fachkundige Anlageberatung. Es wird keinerlei Haftung oder Garantie für die Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen sowie für Vermögensschäden übernommen. finanztrends.de hat auf die veröffentlichten Inhalte keinen Einfluss und vor Veröffentlichung sämtlicher Beiträge keine Kenntnis über Inhalt und Gegenstand dieser. Die Veröffentlichung der namentlich gekennzeichneten Beiträge erfolgt eigenverantwortlich durch Gastkommentatoren, Nachrichtenagenturen o.ä. Demzufolge kann bezüglich der Inhalte der Beiträge nicht von Anlageinteressen von finanztrends.de und/ oder seinen Mitarbeitern oder Organen zu sprechen sein. Die Gastkommentatoren, Nachrichtenagenturen usw. gehören nicht der Redaktion von finanztrends.de an. Ihre Meinungen spiegeln nicht die Meinungen und Auffassungen von finanztrends.de und deren Mitarbeitern wider. (Ausführlicher Disclaimer)