Vonovia muss einen neuen Finanzvorstand suchen: Philip Grosse will seinen Ende 2027 auslaufenden Vertrag nicht verlängern. Das teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Die Personalentscheidung fällt in eine Phase, in der höhere Finanzierungskosten und schwächere Beiträge aus dem Transaktionsgeschäft die Unternehmensplanung belasten.
Finanzierungskosten prägen die Planung
Am 28. Oktober präzisierte Vonovia die Prognose für das Geschäftsjahr 2026 und veröffentlichte erstmals einen Ausblick für 2027. Zugleich passte das Unternehmen seine Ziele für 2028 an. Als Gründe nannte Vonovia höhere Finanzierungskosten sowie geringere Beiträge aus den Bereichen Recurring Sales und Development.
Beim organischen Mietwachstum erwartet Vonovia für 2026 ungefähr 3,8 % statt zuvor ungefähr 4 %. Der Operating Free Cash Flow soll vor Veränderungen des Net Working Capital moderat unter dem Vorjahresniveau liegen. Die Einschränkung auf diese Cashflow-Größe ist Bestandteil der Unternehmensprognose.
Auch bei den Investitionen hat Vonovia Konsequenzen angekündigt: Das Unternehmen setzt neue Manage-to-Green-Investitionen aus und reduziert Development-to-Hold-Projekte. Die Maßnahmen betreffen damit sowohl neue Investitionen im Rahmen des Manage-to-Green-Ansatzes als auch den Umfang der Development-to-Hold-Projekte.
Reuters führte den Druck auf Vonovia am Mittwoch unter anderem auf steigende Zinsen zurück. Hinzu kämen erschwerte Wohnungsverkäufe in einem schwachen Immobilienmarkt, berichtete die Nachrichtenagentur.
Weitere Investorentermine im November
Für den 10. November ist eine 9M-Roadshow in Paris angekündigt. Am 12. November steht die Kepler Pan-European Real Estate Conference in London im Unternehmenskalender. Beide Termine folgen auf die Veröffentlichung der präzisierten Jahresprognose und der angepassten mittelfristigen Ziele sowie auf die Mitteilung über Grosses Entscheidung, seinen Vertrag nicht zu verlängern.
Stand heute, 08. November: Vonovia – Kaufen, halten oder verkaufen?
Wer in Vonovia investiert ist oder einen Einstieg prüft, sollte die Lage jetzt neu bewerten. Die Gratis-Analyse vom 08. November gibt die klare Antwort – und zeigt, warum Abwarten gerade jetzt riskanter sein kann, als es wirkt.
