Vonovia Aktie: 1.000 Berliner Wohnungen werden fertiggestellt

Symbolbild, KI-generiert

Die neue Dienstleistungsmarke betreut bereits rund 75.000 Wohnungen Dritter; in Berlin will Vonovia vorerst keine neuen Projekte beginnen.

Auf einen Blick:
  • Veveus bündelt vier Managementbereiche
  • Rund 75.000 Wohnungen für Dritte betreut
  • Berliner Bauvorhaben werden zunächst ausgesetzt
  • JPMorgan senkte das Kursziel auf 26 Euro

Ausbau der Verwaltung für Dritte

Der Wohnungskonzern Vonovia baut sein Angebot für externe Eigentümer aus. Am 5. Oktober stellte das Unternehmen auf der Messe EXPO REAL seine neue B2B-Marke Veveus vor. Das Angebot bündelt Dienstleistungen aus den Bereichen Investment-, Asset-, Property- und Facility-Management für institutionelle Eigentümer und Investoren. Nach Unternehmensangaben betreut Vonovia über diesen Bereich bereits rund 75.000 Wohnungen im Auftrag Dritter.

Mit der Bündelung unter einer eigenen Marke setzt der Konzern auf Gebühreneinnahmen jenseits der Mieterträge aus eigenen Objekten. Die reine Bestandsverwaltung fremder Einheiten verlangt keinen Einsatz von Eigenkapital für Liegenschaftskäufe. Dieser Ansatz schont die Liquidität in einer Phase, in der Finanzierungskosten und Baupreise die Rentabilität belasten.

Selektiver Ansatz bei Neubauprojekten

Parallel dazu drosselt das Management neue Vorhaben an ausgewählten Standorten. Vorstandschef Luka Mucic sagte laut Business Insider, Vonovia werde die rund 1.000 bereits im Bau befindlichen Berliner Wohnungen fertigstellen. Danach werde das Unternehmen angesichts der politischen Unsicherheit vorerst keine neuen Wohnungsprojekte in Berlin beginnen.

Die Zurückhaltung bei Vorhaben verdeutlicht die veränderten Rahmenbedingungen für Wohnungsunternehmen. Statt neuer Großprojekte rücken die Bewirtschaftung bestehender Bestände und die Schonung der bilanziellen Mittel in den Vordergrund.

Analysteneinschätzung und Quartalstermin

An der Börse bildete sich der Druck auf den Immobiliensektor zuletzt deutlich ab. Das Papier von Vonovia schloss am Freitag bei 16,34 Euro. Seit Jahresanfang beläuft sich das Minus auf 33 Prozent. Die Marktkapitalisierung liegt bei 13,85 Milliarden Euro.

Die Analysten von JPMorgan passten ihren Bewertungsrahmen an die Lage an. Am 1. Oktober senkte die Bank ihr Kursziel von 34,50 Euro auf 26 Euro, beließ die Einstufung Medienberichten zufolge jedoch auf „Overweight“. Weitere operative Details folgen im kommenden Monat: Am 4. November 2026 steht die Veröffentlichung der Zwischenmitteilung zum dritten Quartal 2026 an.

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