Volkswagen-Aktie: Zeit für Zuversicht?

Trotz schwachem Aktienkurs traut RBC Volkswagen ein Comeback zu. Die Kaufempfehlung stützt sich auf das operative Margenziel bis 2030.

Auf einen Blick:
  • Aktie notiert 14 Prozent unter Jahresstart
  • RBC spricht Kaufempfehlung aus
  • Kursziel von 131 Euro angesetzt
  • Margenziel von 8 bis 10 Prozent bis 2030

Volkswagen hat es sich zum Ziel gesetzt, in Zukunft die derzeitige Krise hinter sich zu lassen. Dummerweise zweifeln die eigenen Anleger offenbar noch massiv daran, ob dieses Kunststück auch gelingen wird. Das bezeugt der Aktienkurs recht klar, der mit 91,14 Euro am Dienstagmorgen gut 14 Prozent niedriger als noch zu Jahresbeginn notierte.

Aus Gründen der Höflichkeit sei auf Vergleiche mit noch längeren Zeiträumen verzichtet, sie würden für Volkswagen wenig schmeichelnd ausfallen. Doch in der Gemengelage aus niedrigem Aktienkurs und anhaltender Krise rund um den Globus schießen nun die Analysten der kanadischen RBC ein bisschen quer und sprechen eine Kaufempfehlung aus.

Volkswagen überzeugt Analysten

Überzeugt zeigen die Experten sich von einem Investorentreffen in Kanada. Bei jener Gelegenheit habe Volkswagen glaubhaft einen Kurs vorgestellt, mit dem das operative Margenziel bis 2030 wieder auf 8 bis 10 Prozent anwachsen soll, heißt es in der neuen Studie. Vorteile erkennen die Experten zudem bei der Local-for-Local-Strategie, die bei Volkswagen etwa in China und Nordamerika erfolgreich zu Anwendung komme.

Gewürdigt wird all das mit einem Kursziel von satten 131 Euro. Solche Sphären gab es bei der Volkswagen-Aktie schon seit drei Jahren nicht mehr zu sehen. Mit anderen Worten stellen die Börsenprofis also nicht weniger als ein handfestes Comeback in Aussicht.

Volkswagen (Vz.) Aktie Chart

Zu schön, um wahr zu sein?

Das klingt erstmal gut, hat allerdings den Haken, dass die Analysten sich auf manche optimistische Annahme verlassen. Denn ob die Maßnahmen von Volkswagen tatsächlich greifen mögen und wie sich der insgesamt lahmende Automarkt in den nächsten Jahren entwickeln mag, das steht noch immer in den Sternen. Ohne eine Wiederbelebung der Konsumlaune wird es mit dem Turnaround vermutlich eher nichts, und in dieser Hinsicht gab es zuletzt bestenfalls Indizien für bessere Zeiten.

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