Volkswagen verlängert wegen sinkender Nachfrage nach Golf, Tiguan und Tayron die Weihnachtspause im Werk Wolfsburg. Medienberichten von gestern zufolge soll die Produktion an allen vier Montagelinien erst am 6. Januar 2027 wieder anlaufen. Außerdem entfallen drei geplante Freitag-Nachtschichten an Linie 4.
Sonderposten belasten das Ergebnis
Die Einschränkungen folgen auf schwache Geschäftszahlen. Am 29. Oktober meldete Volkswagen für das dritte Quartal 2026 einen Nettoverlust von 5,82 Mrd. Euro. Neben schwachen Geschäften in China belasteten Kosten des Konzernumbaus das Ergebnis.
Die Sondereffekte summierten sich nach Konzernangaben auf 7,8 Mrd. Euro. Darin enthalten war eine nicht zahlungswirksame Wertberichtigung von 6,4 Mrd. Euro im Zusammenhang mit Porsche.
In den ersten neun Monaten 2026 erzielte der Konzern einen Umsatz von 233,378 Mrd. Euro. Das operative Ergebnis betrug 71 Mio. Euro. Für das Gesamtjahr erwartet Volkswagen rund 315 Mrd. Euro Umsatz und eine operative Umsatzrendite von bis zu 1 %.
Deutsche Bank Research senkte am Montag das Kursziel für Volkswagen von 105 auf 100 Euro und bestätigte die Kaufempfehlung. Anlass war Medienberichten zufolge ein Gespräch mit Finanzchef Arno Antlitz über Restrukturierung, Kostensenkungen in Deutschland und die schwierige Lage in China.
Arbeitskosten stehen zur Verhandlung
Volkswagen und die IG Metall vereinbarten am 23. Oktober den Beginn der Tarifverhandlungen für den 24. November in Emden. Volkswagen nannte die Senkung der Arbeitskosten als Ziel. Die Gespräche sollen am 15. Dezember in Zwickau fortgesetzt werden.
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