Notgedrungen hat Volkswagen in den letzten Jahren schon des Öfteren die Schere angesetzt, scheint damit aber noch lange nicht am Ende zu sein. Das lässt sich aus Aussagen von Konzernchef Oliver Blume in einem Interview mit dem „Manager Magazin“ entnehmen. Dort heißt es, dass Überkapazitäten auf lange Sicht nicht tragfähig seien.
Folgerichtig plant Volkswagen mit der weiteren Reduktion von Kapazitäten. Bis zum Jahr 2028 sollen bei Audi und Volkswagen eine Million Autos weniger produziert werden. In den vergangenen Jahren wurden bereits rund eine Million an Überkapazität in China gestrichen. Damit reagiert Volkswagen sowohl auf die schwache Marktentwicklung als auch geopolitische Entwicklungen wie die US-Zölle.
Volkswagen: Der Gürtel wird enger geschnallt
Standorte in Deutschland dürften von den Plänen kaum verschont bleiben, weshalb Volkswagen bis zum Jahr 2030 mit dem Wegfall von weiteren 50.000 Arbeitsplätzen plant. Wichtig für den Konzern ist es vor allem, die Marge wieder zu steigern. Insbesondere bei der Kernmarke kann jene die Anleger schon seit Längerem nicht mehr zufriedenstellen.
Die Anleger nehmen es dem Unternehmen nicht übel, dass die Volumenplanung auf den Prüfstand gestellt wird. Gleichwohl fehlt es noch ein wenig an der Aussicht auf neues Wachstum und so reißt die Aktie derzeit keine Bäume aus. Dezente Zugewinne am Dienstagmorgen ließen den Kurs knapp über 90 Euro verweilen. In den letzten fünf Jahren ging es an der Börse um rund 60 Prozent abwärts.
Volkswagen (Vz.) Aktie Chart
Big in China?
Große Aufmerksamkeit wird weiterhin dem chinesischen Markt zuteil. Dort konnte Volkswagen über Jahre hinweg munter wachsen, wovon aber schon seit Jahren nur noch wenig zu sehen ist. Zuletzt konnte man immerhin die Marktführerschaft zurückerobern. Das lag jedoch viel mehr an der Schwäche von BYD und anderen als an der eigenen Stärke.
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