Da hat Volkswagen tatsächlich positiv überrascht. Der Netto-Cashflow für 2025 liegt bei 6 Milliarden Euro und damit eine Milliarde höher als im Vorjahr. Das Erstaunliche daran ist die Tatsache, dass der Konzern selbst mit einem Cashflow um die null Euro gerechnet hatte. Schwache China-Verkäufe, Zollsorgen in den USA und die Probleme bei Porsche sind offenbar nicht so dramatisch ausgefallen wie befürchtet.
Der Grund für die besseren Zahlen liegt laut Unternehmenssprecher im Abbau der Lagerbestände gegen Jahresende. Auch die Investitionen in Werke sowie Forschung und Entwicklung fielen niedriger aus als geplant. Die Investitionsquote im Automobilgeschäft sank auf 12 Prozent vom Umsatz, verglichen mit 14,3 Prozent im Jahr 2024. Finanzchef Arno Antlitz will die Investitionen in den kommenden Jahren weiter senken.
Radikaler Umbau soll Milliarde einsparen
Parallel dazu läuft bei Volkswagen ein massives Sparprogramm an. Die Kernmarkengruppe mit VW, Skoda, Seat/Cupra und VW Nutzfahrzeuge wird ihre Vorstandsposten um rund ein Drittel kürzen. Bis Sommer 2026 sinkt die Zahl von 29 auf 19 Positionen. Jede Marke bekommt künftig nur noch vier Vorstände: CEO plus Finanz-, Vertriebs- und Personalchef. Entwicklung, Einkauf und Produktion werden zentral in Wolfsburg gesteuert.
Die über 20 Werke weltweit werden in fünf Produktionsregionen zusammengefasst. Das Ziel ist klar definiert: Eine Milliarde Euro Einsparungen bis 2030, davon 600 Millionen bei Personalkosten und 400 Millionen durch Produktionseffizienz. Insgesamt fallen in Deutschland 35.000 Stellen bis 2030 weg. Volkswagen reagiert damit auf den Industrieabschwung und den harten Wettbewerb aus China. Die Frage bleibt, ob diese Maßnahmen ausreichen, um den Konzern wieder auf Kurs zu bringen. Der positive Cashflow ist jedenfalls ein erster Hoffnungsschimmer in schwierigen Zeiten.
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