Volkswagen Aktie: Streik-Drohung im Januar?

Symbolbild, KI-generiert

NXP-Mikrocontroller sind für künftige VW-Fahrzeuge vorgesehen; zugleich bleibt der Einsatz der China-Architektur in Europa ungeklärt.

Auf einen Blick:
  • NXP-Chips für künftige Fahrzeugarchitektur ausgewählt
  • Erstes Modell mit neuer Architektur 2027 geplant
  • China-Technik für Europa noch in Prüfung
  • Weltweiter Rückruf von fast 72.700 Elektroautos

Volkswagen hat gestern NXP Semiconductors als strategischen Technologiepartner ausgewählt. Nach Angaben des Konzerns sollen Mikrocontroller der S32K5-Familie Bestandteil einer künftigen zonalen Architektur für softwaredefinierte Fahrzeuge werden. Das erste Fahrzeug mit dieser neuen Architektur ist für 2027 geplant.

China-Technik auch für Europa erwogen

Daneben erwägt Volkswagen einem Reuters-Bericht vom gestrigen Montag zufolge, eine gemeinsam mit Xpeng für China entwickelte Architektur auch in Europa einzusetzen. Die China Electronic Architecture könnte demnach zur Basis künftiger Modelle der Marken Volkswagen, Škoda und Cupra werden.

Reuters berief sich dabei auf das Manager Magazin. Dem Bericht zufolge war vorgesehen, den Vorschlag heute im Konzernvorstand vorzustellen; eine beschlossene Einführung wurde nicht gemeldet.

Tarifverhandlungen und Batterierückruf

Im Tarifkonflikt drohte die IG Metall am Freitag mit Arbeitskampf ab Januar 2027. Laut Reuters gilt die Drohung für den Fall, dass Volkswagen die Kündigung von Tarifverträgen nicht bis Ende Oktober zurücknimmt.

Zugleich vereinbarten Volkswagen und die Gewerkschaft den Beginn formeller Verhandlungen am 24. November in Emden. Die Gespräche über die gekündigten Tarifverträge und die Forderungen beider Seiten sollen laut Unternehmensmitteilung am 15. Dezember in Zwickau fortgesetzt werden.

Am 20. Oktober rief Volkswagen weltweit fast 72.700 Elektroautos wegen möglicher Qualitätsmängel einzelner Hochvolt-Batteriezellen zurück. In Deutschland waren laut Kraftfahrt-Bundesamt rund 10.000 Fahrzeuge betroffen. Als Vorsichtsmaßnahme sollten die betroffenen Fahrzeuge auf höchstens 80 Prozent geladen werden.

Der Rückruf betraf überwiegend die Modelle ID.3, ID.4, ID.7, ID. Buzz und Cupra Born. Zudem berichtete Reuters über einen Rückruf von mehr als 9.000 Audi Q4 e-tron und Q4 Sportback e-tron in den USA wegen eines möglichen Defekts im Hochvoltbatteriesystem. Volkswagen zufolge könnten einige Batterien Qualitätsanforderungen verfehlen; die Ursache werde untersucht.

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