Volkswagen Aktie: OneTeam bündelt Assistenzentwicklung

Symbolbild, KI-generiert

Volkswagen setzt auf NXP-Mikrocontroller, prüft eine China-Architektur für Europa und plant bis 2030 weitere 12.000 Stellen abzubauen.

Auf einen Blick:
  • NXP-Chips für künftige Fahrzeugarchitektur vereinbart
  • Europa-Einsatz der China-Architektur noch offen
  • Zusätzlicher Abbau von 12.000 Stellen bis 2030
  • Mexiko-Einigung soll am 29. Oktober abgestimmt werden

Volkswagen und NXP Semiconductors haben am Montag eine strategische Partnerschaft vereinbart. Nach Unternehmensangaben sollen Mikrocontroller der S32K5-Familie ein Baustein der künftigen zonalen, softwaredefinierten Fahrzeugarchitektur des Konzerns werden. Das erste Fahrzeug mit dieser Architektur ist für 2027 geplant.

Weitere Schritte bei der Softwareentwicklung

Parallel prüft Volkswagen laut einem Reuters-Bericht vom Montag, die gemeinsam mit Xpeng für China entwickelte China Electronic Architecture auch in Europa einzusetzen. Sie könnte demnach in künftigen Volumenmodellen von Volkswagen, Škoda und Cupra zum Einsatz kommen. Ein Beschluss war laut Bericht noch nicht gefallen.

Bei der Entwicklungsorganisation steht ebenfalls eine Veränderung an: Laut dpa bündelt Volkswagen die europäische Entwicklung von Fahrerassistenzsystemen und hochautomatisiertem Fahren in der neuen Einheit „OneTeam“. Dort werden Kompetenzen von Cariad und den Konzernmarken zusammengeführt. Die formelle Arbeitsaufnahme ist für November vorgesehen.

Stellenabbau und Tarifkonflikt bleiben offen

Volkswagen teilte am Freitag nach Gesprächen mit der IG Metall mit, bis 2030 zusätzlich 12.000 Stellen sozialverträglich abzubauen. Zusammen mit den zuvor vereinbarten Maßnahmen betrifft der Abbau bei der Volkswagen AG mehr als 47.000 Stellen.

Nach dem zweiten Überprüfungsgespräch erklärte Volkswagen außerdem, in der anstehenden Tarifrunde über Transfergesellschaften verhandeln zu wollen. Diese sollen als zusätzliches sozialverträgliches Instrument für den Stellenabbau dienen.

Die IG Metall forderte Volkswagen am Freitag laut Reuters auf, die Kündigung von zehn Tarifverträgen bis Ende Oktober zurückzunehmen. Andernfalls kündigte sie die Vorbereitung eines Arbeitskampfs an.

In Mexiko erzielten Volkswagen de México und die Gewerkschaft laut Reuters am 22. Oktober eine vorläufige Einigung, die den für diesen Tag geplanten Streik abwendete. Die Vereinbarung sieht nach Gewerkschaftsangaben eine Gesamtanhebung von 8,24 % vor und soll am 29. Oktober zur Abstimmung gestellt werden.

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