Volkswagen hat heute für das dritte Quartal 2026 einen Verlust nach Steuern von 5,82 Milliarden Euro gemeldet. Trotz des negativen Konzernergebnisses bestätigte der Konzern seinen Jahresausblick.
Der Quartalsumsatz sank nach Unternehmensangaben um 6,3 Prozent auf 75,28 Milliarden Euro. Für 2026 erwartet Volkswagen weiterhin rund 315 Milliarden Euro Umsatz und eine operative Umsatzrendite von bis zu 1 Prozent.
Sondereinflüsse belasten das Ergebnis
Im Neunmonatszeitraum 2026 betrug das operative Ergebnis nach Angaben von Volkswagen 71 Millionen Euro. Im entsprechenden Vorjahreszeitraum hatte der Konzern noch 5,41 Milliarden Euro erzielt.
Die Sondereinflüsse beliefen sich im Neunmonatszeitraum auf 8,7 Milliarden Euro. Davon entfielen 7,8 Milliarden Euro auf das dritte Quartal.
Medienberichten zufolge beließ JPMorgan Volkswagen heute nach Veröffentlichung der Quartalszahlen auf „Neutral“. Das Kursziel der US-Bank blieb bei 110 Euro.
Halbleiterpartnerschaft und neue Tarifgespräche
Neben den Geschäftszahlen stehen technische Kooperationen auf der Agenda. Am Montag vereinbarten Volkswagen und NXP Semiconductors eine strategische Halbleiterpartnerschaft. Mikrocontroller der S32K5-Familie von NXP sollen ein Baustein der künftigen zonalen Software-defined-Vehicle-Architektur des Volkswagen-Konzerns sein.
Gestern schlossen Volkswagen, Deutsche Telekom, Unikie und BIBA das mehr als zweijährige Innovationsprojekt AutoLog ab. Die Partner erprobten dabei automatisierte Fahrzeugbewegungen unter realen Logistikbedingungen im Hafen Emden.
Ebenfalls gestern teilte Volkswagen mit, technische Entwicklung, Beschaffung und das Lieferantenökosystem enger zusammenzuführen. Auf der IZB setzt der Konzern diesen Ansatz in fünf „Group Hubs“ um.
Am 23. Oktober einigten sich Volkswagen und IG Metall darauf, am 24. November 2026 in Emden Verhandlungen über gekündigte Tarifverträge und wechselseitige Forderungen aufzunehmen. Die Fortsetzung ist am 15. Dezember 2026 in Zwickau vorgesehen.
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