Volkswagen Aktie: Gehaltsstopp bis 2030 sorgt für Streit

Symbolbild, KI-generiert

Interne Vorgaben könnten Vergütung und Zusatzleistungen betreffen; Betriebsrat und IG Metall lehnen den geplanten Kurs ab.

Auf einen Blick:
  • Gehaltsstopp bis 2030 im Gespräch
  • Rund 660.000 Beschäftigte betroffen
  • Auch Boni und Zusatzleistungen im Fokus
  • Betriebsrat und IG Metall kündigen Widerstand an

Volkswagen steuert auf einen offenen Konflikt mit der Belegschaft zu. Der Konzern soll plangemäß die Gehälter seiner weltweit rund 660.000 Beschäftigten bis 2030 einfrieren wollen. Der Konzern selbst äußert sich bislang nicht zu den Plänen.

Was auf dem Tisch liegt

Der Konzernbetriebsrat sprach am Montag von internen Informationen über die Vorhaben des Vorstands. Die neuen globalen Management-Leitlinien sollen ab dem vierten Quartal gelten. Sie betreffen demnach nicht nur die Grundgehälter, sondern auch variable Vergütung, Sonderzahlungen und Zusatzleistungen. Hinzu kommen geplante Einschnitte bei den Stellen.

Für die Beschäftigten hätte das spürbare Folgen. Berücksichtigt man die Inflation, könnten ihnen nach Darstellung der IG Metall mindestens zehn Prozent ihres Einkommens real verloren gehen.

Gewerkschaft und Betriebsrat halten dagegen

Der Betriebsrat nennt das Vorgehen des Managements „absurd“ und hält eine Umsetzung für „eher unrealistisch“. Er kündigt starken Widerstand an. Auch die IG Metall stellt sich quer: Bei Volkswagen werde das Gehalt am Verhandlungstisch festgelegt, nicht per Dekret aus der Vorstandsetage.

Ein Unternehmenssprecher verwies darauf, dass eine neue Gesprächsrunde im Laufe der Woche das richtige Forum für Vorschläge zu den Arbeitskosten sei. Die Tarifverhandlungen beginnen Ende November.

Neue Härte im Umbau

Das Verhältnis zwischen Konzernführung und Arbeitnehmervertretern hat sich in den vergangenen Monaten verschlechtert. Konzernchef Oliver Blume treibt den nach eigener Lesart radikalsten Umbau in der Geschichte des Autobauers voran. Ein globaler Gehaltsstopp wäre dabei ein weiterer, tiefer Einschnitt.

Der Gesamtmarkt gibt zum Wochenstart wenig Rückenwind. Der DAX zeigt sich verhalten, und die Vorzugsaktien von Volkswagen werden von Marktbeobachtern skeptisch gesehen. Ob der Konzern bei den Kosten Spielraum gewinnt, entscheidet sich zunächst in der Gesprächsrunde dieser Woche und dann in den Tarifverhandlungen ab Ende November.

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