Die Volkswagen-Aktie gehört mit einem Kursverlust von über zwei Prozent am Donnerstagvormittag zu den schwächsten Werten im DAX und fällt damit auf den tiefsten Stand seit zwölf Monaten. Wie schlimm ist es um den Wolfsburger Konzern bestellt?
Eine Umfrage sorgt für Sprengstoff
Die Lage des größten deutschen Autokonzerns ist existenzgefährdet. Das zumindest ist die Einschätzung des Vorstandes selbst.
Einer internen Umfrage zufolge halten zwei Drittel der Volkswagen-Vorstände den Konzern für in seiner Existenz gefährdet. Das restliche Drittel bezeichnete die Situation in der Umfrage als „angespannt“.
Es kommt noch schlimmer: Alle neun Vorstände sind der Überzeugung, dass VW kein tragfähiges Geschäftsmodell mehr hat. Das gilt vor allem für die zentralen Auslandsmärkte China und USA, wo die Führungsspitze des Konzerns die Strategie als nicht nachhaltig sieht.
Ein weiteres gravierendes Problem ist, dass gemäß der Umfrage große Uneinigkeit im Vorstand herrscht. Das zumindest gab die Hälfte der VW-Boss zu.
Der Druck ist enorm
Die Umfrage sorgt für jede Menge Sprengstoff auf der heutigen Hauptversammlung des Wolfsburger Autokonzerns. Der Druck auf die Konzernführung ist enorm. Anteilseigner werden angesichts der miesen Kursentwicklung der Volkswagen-Aktei den Druck noch erhöhen.
Im ersten Quartal brach der Gewinn des größten europäischen Autobauers um mehr als ein Viertel ein. In den kommenden Quartalen ist kaum Besserung in Sicht. Das deutet die drastische Korrektur der Gewinn- und Cashflow-Prognose von BMW Anfang dieser Woche an.
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