Volkswagen hat gestern im Umfeld des weltweiten KI- und Halbleiter-Ausverkaufs nachgegeben. Die Tagesschau berichtete, dass der Ausverkauf den deutschen Aktienmarkt belastete und Volkswagen zu den Verlierern gehörte. Die Vorzugsaktie verlor am letzten Handelstag 2,5%.
Milliardenverlust und ausgesetzte Entwicklungsarbeiten
Unabhängig vom schwachen Marktumfeld steht Volkswagen vor erheblichen operativen Belastungen. Für das dritte Quartal 2026 meldete der Konzern am 29. Oktober einen Verlust nach Steuern von rund 5,8 Milliarden Euro.
Volkswagen nannte US-Zölle, den schrumpfenden chinesischen Markt und den zunehmenden Wettbewerbsdruck in Europa als Belastungen. Die Ergebnisse der ersten neun Monate bezeichnete der Konzern als Anlass für sofortigen Handlungsdruck.
Auch bei einem wichtigen Elektroauto-Projekt gibt es einen Einschnitt: Reuters berichtete am 30. Oktober, dass Volkswagen die Entwicklungsarbeiten am vollelektrischen Golf am Standort Wolfsburg aussetzt.
Technologiepartnerschaft und Tarifrunde
Bei der künftigen Fahrzeugarchitektur setzt Volkswagen auf eine strategische Partnerschaft mit NXP Semiconductors. Die am 26. Oktober vereinbarte Zusammenarbeit sieht vor, NXP-Mikrocontroller als Baustein der softwaredefinierten Fahrzeugarchitektur einzusetzen. Das erste Fahrzeug mit dieser Architektur ist für 2027 geplant.
In der Fahrzeuglogistik meldete Volkswagen am 28. Oktober den Abschluss des Innovationsprojekts „AutoLog“. Gemeinsam mit der Deutschen Telekom, Unikie und BIBA arbeitete der Konzern an automatisierter Fahrzeuglogistik im Hafen Emden. Das Bundesministerium für Verkehr förderte das Projekt.
Bei den Arbeitskosten will Volkswagen ebenfalls ansetzen. Das Unternehmen erklärte, diese senken zu wollen. Die Tarifverhandlungen mit der IG Metall sollen am 24. November in Emden beginnen. Für den 15. Dezember ist die Fortsetzung der Gespräche in Zwickau vorgesehen.
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