Die Wolfsburger packen es jetzt an. Volkswagen hat gestern eine grundlegende Umstrukturierung verkündet, die die Kernmarken VW, Skoda, Seat/Cupra und VW Nutzfahrzeuge unter ein neues Management-Dach bringt. Allein in der Produktion sollen dadurch bis 2030 kumuliert eine Milliarde Euro eingespart werden. Das klingt nach echtem Handeln, nicht nach Ankündigungspolitik.
Die Zahl der Vorstandsmitglieder wird bei den vier Marken um ein Drittel reduziert, sobald die Reorganisation im Sommer abgeschlossen ist. Produktion, technische Entwicklung und Beschaffung werden künftig markenübergreifend gesteuert. Thomas Schäfer, Chef der Marke VW Pkw und Leiter der neuen Markengruppe, verspricht schnellere Prozesse und wettbewerbsfähigere Produkte. Ob das reicht, um im brutalen Wettbewerb mit Tesla und den Chinesen mitzuhalten, wird sich zeigen müssen.
Überraschend starke Zahlen aus Wolfsburg
Neben der Strukturreform gab es auch erfreuliche vorläufige Zahlen für 2025. Der Netto-Cashflow im Automobilbereich lag bei rund 6 Milliarden Euro, deutlich über den 5 Milliarden des Vorjahres. Volkswagen hatte eigentlich mit einem Cashflow nahe null gerechnet. Die Netto-Liquidität kletterte auf über 34 Milliarden Euro, auch das liegt klar über der Prognose von 30 Milliarden Euro. Niedrigeres Working Capital und geringere Investitionen in Forschung und Entwicklung machten das möglich.
Die vollständigen Jahreszahlen kommen am 10. März. Bis dahin bleibt die Frage, ob Volkswagen mit dieser Umstrukturierung tatsächlich die Wende schafft oder ob es nur der nächste Versuch in einer langen Reihe bleibt. Die Zahlen stimmen jedenfalls vorsichtig optimistisch. Jetzt muss die Umsetzung folgen.
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