Volkswagen hat gestern im Sog der Tech-Turbulenzen an den internationalen Börsen 2,5% verloren. Nach einem Bericht von dpa-AFX drückten Sorgen rund um künstliche Intelligenz den deutschen Aktienmarkt; Volkswagen gehörte zu den gefallenen Werten. Das schwache Börsenumfeld traf damit auf einen Konzern, dessen jüngste Geschäftszahlen erhebliche Ergebnisbelastungen auswiesen.
Schwaches Ergebnis und Umbau bei Elli
Für Januar bis September 2026 meldete Volkswagen einen Umsatz von 233,4 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis erreichte nach Unternehmensangaben lediglich 0,1 Milliarden Euro.
Die operative Rendite vor Sondereffekten betrug laut dem am 29. Oktober veröffentlichten Zwischenbericht 3,8 Prozent. Als Belastungen für Volkswagen nannte die Nachrichtenagentur AP am 30. Oktober unter anderem die schwache Nachfrage in China, US-Zölle und niedrigere Gewinne aus Elektrofahrzeugen.
Auch bei der Ladetochter Elli stehen Veränderungen an. Medienberichten vom Dienstag zufolge richtet das Unternehmen sein Geschäft neu aus. Elli steigt demnach aus der Ladehardware und dem Bau von Ladeinfrastruktur für Unternehmen aus.
Fortgeführt werden sollen das europäische Ladenetz mit mehr als einer Million Punkten, Flottenlösungen und Volkswagen Naturstrom. Die Folgen für die rund 400 Beschäftigten waren dem Bericht zufolge noch offen.
Technologiepartnerschaft und anstehende Tarifgespräche
Bei der künftigen Fahrzeugarchitektur setzt Volkswagen auf eine Zusammenarbeit mit NXP Semiconductors. Wie der Konzern am 26. Oktober mitteilte, wählte er NXP als strategischen Technologiepartner für Mikrocontroller seiner künftigen zonalen Fahrzeugarchitektur. Das erste Fahrzeug mit dieser Architektur ist für 2027 geplant.
Volkswagen und IG Metall vereinbarten außerdem am 23. Oktober den Start der Tarifverhandlungen. Die Gespräche sollen am 24. November 2026 in Emden beginnen und am 15. Dezember 2026 in Zwickau fortgesetzt werden.
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