Volkswagen Aktie: Deutsche Bank senkt Kursziel nach Antlitz-Treffen

Symbolbild, KI-generiert

Das operative Ergebnis sank in den ersten neun Monaten 2026 auf 71 Millionen Euro; beide Analysehäuser hielten ihre Einstufungen bei.

Auf einen Blick:
  • Deutsche Bank senkt Kursziel auf 100 Euro
  • JPMorgan reduziert Ziel auf 85 Euro
  • Neunmonatsergebnis fällt auf 71 Millionen Euro
  • VW plant Gespräche über Personalinstrumente

Deutsche Bank Research hat gestern das Kursziel für die Volkswagen-Vorzugsaktie von 105 auf 100 Euro gesenkt, die Kaufempfehlung aber bestätigt. Die Anpassung folgte auf ein Treffen mit VW-Finanzchef Arno Antlitz, wie dpa-AFX berichtete. Die Aktie stieg gestern um 0,6%.

Analysten reagieren auf Ergebnisbelastungen

Bereits am Freitag hatte JPMorgan das Kursziel nach den Quartalszahlen von 110 auf 85 Euro gesenkt. Das Haus bestätigte seine neutrale Einstufung. Den Hintergrund der Anpassung bildeten Medienberichten zufolge insbesondere hohe Sonder- und Abschreibungseffekte im jüngsten Quartal.

Volkswagen hatte am Donnerstag für die ersten neun Monate 2026 ein operatives Ergebnis von 71 Mio. € gemeldet. Im Vorjahreszeitraum waren es 5.408 Mio. € gewesen. Der Konzern betonte angesichts der Neunmonatsbilanz den sofortigen Handlungsdruck.

Vor Sondereffekten erreichte das operative Ergebnis 8,8 Mrd. €. Für das Gesamtjahr erwartet Volkswagen rund 315 Mrd. € Umsatz und eine operative Umsatzrendite von bis zu 1 Prozent.

Kostensenkung und Tarifgespräche

Bei der Fahrzeugentwicklung setzte Volkswagen die Entwicklungsleistungen für den künftigen ID. Golf nach eigenen Angaben vorübergehend aus, bis die notwendigen Investitionen sicher abgebildet werden können. Laut IG Metall Wolfsburg erklärte der Betriebsrat am Freitag, die Pause habe keine Folgen für den SSP-Ersteinsetzer im T-Roc-Segment.

Volkswagen will zudem die Arbeitskosten senken und mit der IG Metall zusätzliche sozialverträgliche Personalinstrumente beraten. Dazu gehören nach Unternehmensangaben förderfähige Transfergesellschaften.

Den Fahrplan für die Tarifgespräche vereinbarten beide Seiten am 23. Oktober. Die Verhandlungen sollen am 24. November in Emden beginnen und am 15. Dezember in Zwickau fortgesetzt werden.

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