Ralf Brandstätter hat einen Satz gesagt, der in Wolfsburg noch lange nachhallen wird. „Die Ära der Super-Renditen ist vorbei“, erklärte der fürs China-Geschäft zuständige VW-Vorstand dem Handelsblatt. Wer so redet, hat aufgehört zu hoffen, dass es wieder so wird wie früher.
Von 4 Millionen auf 3,2 Millionen
Konkret heißt das: Volkswagen erwartet in China bis 2030 nur noch Verkäufe von 3,2 Millionen Fahrzeugen. Bisher stand da eine Zahl von 3,5 bis 4 Millionen. Das ist kein kleines Feintuning, das ist ein satter Rückzug aus einer Wachstumsstory, die jahrzehntelang als gesetzt galt.
Brandstätter beschreibt den Wandel nüchtern: begrenzte Konkurrenz, klare Technologie-Roadmap, starke internationale Marken, das alles gehöre der Vergangenheit an. Von den 1990ern bis kurz vor Covid habe man außergewöhnlich hohe Margen eingefahren. Jetzt eben nicht mehr.
Preise steigen nicht, Wettbewerb lässt nicht nach
Was den Ausblick besonders düster macht: VW rechnet weder damit, dass die Preise wieder anziehen, noch dass die chinesische Konkurrenz nachlässt. Das Ziel sei es demnach, „auch unter diesen Bedingungen nachhaltig profitabel zu bleiben“. Rendite auf den Umsatz von vier bis sechs Prozent peilt der Konzern für das Ende des Jahrzehnts an.
Vier bis sechs Prozent. In einem Markt, der nach Brandstätters eigener Einschätzung erstmals seit 2018 schrumpfen könnte, wenn man die Covid-Jahre ausklammert. Das ist das neue Normal für Volkswagen in China.
„Super-Renditen“ war gestern
Was bleibt, ist ein Konzern, der gelernt hat, kleiner zu denken. Ob das reicht, um im härtesten Automarkt der Welt nicht weiter Boden zu verlieren, steht auf einem anderen Blatt. Brandstätter klingt jedenfalls nicht wie jemand, der auf eine Wende wartet. Er klingt wie jemand, der die Wende bereits hinter sich gelassen hat.
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