Der Abstieg geht weiter. Volkswagen ist in China jetzt nur noch die Nummer 3 unter den Autoherstellern. Nach BYD hat nun auch Geely Auto die Wolfsburger überholt. Der kombinierte Marktanteil der beiden Joint Ventures mit FAW und SAIC liegt bei mageren 10,9 Prozent. Im Vorjahr waren es noch 12,2 Prozent.
Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache. Geely steigerte seinen Marktanteil von 7,7 auf 11 Prozent. BYD führt mit 14,7 Prozent, auch wenn das ein Rückgang von 16,2 Prozent bedeutet. Volkswagen verliert hingegen kontinuierlich Boden in einem Markt, der jahrzehntelang die Cashcow des Konzerns war.
Weltweit sieht es kaum besser aus. Im vierten Quartal gingen die Auslieferungen um 4,9 Prozent auf 2,38 Millionen Fahrzeuge zurück. Besonders bitter war der Einbruch in China und Nordamerika mit jeweils minus 17,4 Prozent.
Elektro-Offensive kommt zu spät
Das Problem liegt auf der Hand. Chinesische Kunden kaufen zunehmend Elektroautos, und VW hinkt hinterher. Mehr als jeder zweite Neuwagen in China kostet mittlerweile weniger als 150.000 Yuan, umgerechnet etwa 18.000 Euro. In diesem Segment haben die lokalen Hersteller längst das Kommando übernommen.
Volkswagen versucht jetzt aufzuholen. Eine erweiterte Partnerschaft mit Xpeng soll helfen, die Elektronik-Architektur zu verbessern. Zusammen mit Horizon Robotics will VW sogar den ersten eigenen Chip für smarte Autos in China entwickeln. Ob das reicht, um verlorenes Terrain zurückzugewinnen, bleibt fraglich.
Die Wolfsburger stehen unter Druck. China war über Jahre hinweg der wichtigste Einzelmarkt, doch die Dominanz ist Geschichte. Jetzt müssen Taten folgen, und zwar schnell. Sonst wird aus Platz 3 bald Platz 4 oder 5.
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