Die Pläne von Volkswagen für ein neues Audi-Werk in den USA stehen auf der Kippe. VW-Chef Oliver Blume macht im Interview mit dem Handelsblatt unmissverständlich klar: Ohne eine Änderung bei den Autozöllen wird das Projekt nicht umgesetzt. Die aktuelle Zollbelastung macht eine derart große Investition schlicht unwirtschaftlich.
Blume lässt sich dabei nicht in die Karten schauen, wo genau das Werk entstehen könnte. Volkswagen besitzt bereits Grundstücke in South Carolina, doch auch andere US-Bundesstaaten haben ihr Interesse signalisiert. Die Entscheidung fällt erst, wenn die Rahmenbedingungen klar sind. Sprich: Wenn Washington sich bewegt.
Diesel-Sparte im Fokus von Blackstone
Während in den USA noch abgewartet wird, tut sich an anderer Stelle etwas. Laut Bloomberg News zeigen mehrere potenzielle Käufer Interesse an Everllence, der Schwermotor-Sparte von Volkswagen. Blackstone soll zu den Bietern gehören, die sich die Diesel-Einheit genauer ansehen. Volkswagen trennt sich offenbar von Geschäftsbereichen, die nicht mehr ins Kerngeschäft passen.
Die beiden Entwicklungen zeigen, wie sehr Volkswagen gerade unter Druck steht. Einerseits will der Konzern in den USA wachsen, andererseits muss er sich verschlanken und von Altlasten befreien. Blume navigiert den Tanker durch unruhiges Fahrwasser. Anleger sollten genau beobachten, ob Washington bei den Zöllen Bewegung zeigt. Ohne diese wird das Audi-Projekt auf Eis liegen bleiben.
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