Partnerschaft für Verbundwerkstoff-Gleise
Am Donnerstag startete voestalpine Railway Systems Nortrak eine Kooperation mit dem Unternehmen Sicut North America. Die Partner bündeln ihre Aktivitäten, um integrierte Spezialgleis-Lösungen mit Schwellen aus technischen Polymerverbundwerkstoffen anzubieten. Das Angebot richtet sich an Güter- und Personenbahnen in Nordamerika und soll das Schieneninfrastruktur-Portfolio des Konzerns gezielt erweitern.
Für den österreichischen Stahl- und Technologiekonzern bedeutet das Abkommen einen weiteren Schritt zur Festigung der eigenen Präsenz im nordamerikanischen Bahnmarkt.
Nachdem Voestalpine den Umsatz in der Sparte Railway Systems vor rund einem Monat steigern konnte, setzt das Unternehmen mit der Kooperation auf neue Impulse im Netzbau. Verbundwerkstoffe aus Polymeren bieten bei Schwellen spezifische Materialeigenschaften für stark beanspruchte Streckenabschnitte.
Fortschritte bei der Dekarbonisierung
Parallel zu den internationalen Vertriebsinitiativen treibt das Unternehmen die Umrüstung seiner heimischen Stahlproduktion voran. Die Kalt-Inbetriebnahme des neuen Elektrolichtbogenofens in Donawitz begann in Teilbereichen, nachdem die Montage der Industrieanlage zuvor größtenteils abgeschlossen worden war.
Die Anlage bildet einen zentralen Baustein bei der schrittweisen Dekarbonisierung des Konzerns. Im künftigen Vollbetrieb soll der Ofen in Donawitz jährlich rund 850.000 Tonnen CO₂-reduzierten Stahl produzieren. Erste Schmelzen an den beiden Standorten Donawitz und Linz sind für das erste Halbjahr 2027 vorgesehen.
Am Standort Linz nahmen Voestalpine und der Energieversorger VERBUND zudem die erweiterte H2FUTURE-Wasserstoff-Pilotanlage in Betrieb. Die Erweiterung ergänzt die Anlage um Systeme für Wasserstoffreinigung, Verdichtung, Zwischenspeicherung und Verladung.
Analystenlob und anstehende Quartalszahlen
An den Finanzmärkten schloss die Voestalpine-Aktie am Freitag bei einem Kurs von 44,40 Euro. Seit Jahresbeginn erzielte der Titel an der Börse einen Zuwachs von 18 Prozent.
Rückenwind für die Bewertung kam am 9. Oktober von der UBS. Medienberichten zufolge stufte das Analysehaus das Papier von „Neutral“ auf „Buy“ hoch und erhöhte das Kursziel von 49 auf 64 Euro.
Neue fundamentale Orientierung erwarten die Marktteilnehmer im kommenden Monat. Für den 11. November hat das Unternehmen die Veröffentlichung der Ergebnisse für das zweite Quartal des Geschäftsjahres 2026/27 angekündigt.
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