Voestalpine Aktie: Nettogewinn steigt um 84,6 Prozent

Voestalpine startet mit deutlichem Ergebnisanstieg ins Geschäftsjahr 2026/27. Verkaufserlöse und Großaufträge stärken Bilanz und strategische Ausrichtung.

Auf einen Blick:
  • Operatives Ergebnis steigt auf 495 Mio. Euro
  • Nettogewinn legt um 84,6 Prozent zu
  • Größter Einzelauftrag für Rail Baltica
  • Erste Group erhöht Kursziel auf 55,30 Euro

Der österreichische Stahl- und Technologiekonzern Voestalpine ist mit einem massiven Gewinnsprung in das neue Geschäftsjahr 2026/27 gestartet. Wie das Unternehmen am vergangenen Mittwoch mitteilte, kletterte das operative Ergebnis (EBITDA) im ersten Quartal auf 495 Millionen Euro, nach 361 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum.

Auch unter dem Strich blieb deutlich mehr übrig: Der Nettogewinn stieg um 84,6 Prozent auf 196 Millionen Euro. Angesichts dieser Entwicklung bestätigte der Vorstand seine Prognose für das Gesamtjahr.

Sondereffekte und Portfoliobereinigung stützen Ergebnis

Die Umsatzentwicklung verlief mit einem Anstieg auf 4,0 Milliarden Euro moderat, während das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) mit 307 Millionen Euro ein Plus von 78,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr erreichte. Das starke Ergebnis wurde jedoch maßgeblich durch Sondereffekte beeinflusst. Allein der Verkauf der Tochtergesellschaft voestalpine BÖHLER Profil steuerte rund 100 Millionen Euro zum EBITDA bei.

Diese Veräußerung markiert laut Unternehmensangaben den weitgehenden Abschluss der Portfoliobereinigung innerhalb der High Performance Metals Division.

Die finanzielle Stabilität verbesserte sich dadurch spürbar: Die Nettofinanzverschuldung sank bis zum 30. Juni auf 1,0 Milliarden Euro, was einem Rückgang von 28,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Der Free Cashflow belief sich im Berichtsquartal auf 224 Millionen Euro, wobei auch hier etwa 150 Millionen Euro auf den Einmaleffekt des Verkaufs entfielen.

Großaufträge und grüne Transformation

Im Bereich Railway Systems konnte der Konzern den größten Einzelauftrag seiner Geschichte vermelden. Für das Infrastrukturprojekt Rail Baltica liefert Voestalpine Weichensysteme und digitale Überwachungstechnik im Wert von rund 470 Millionen Euro.

Erste Prototypen sollen im Jahr 2027 gefertigt werden. Parallel dazu treibt das Unternehmen den Umstieg auf eine emissionsärmere Produktion voran. Die Inbetriebnahme der neuen Elektrolichtbogenöfen in Linz und Donawitz ist für das erste Halbjahr 2027 geplant.

Zusätzlich genehmigte der Aufsichtsrat Expansionsinvestitionen von etwa 100 Millionen Euro für den Standort Donawitz. Damit soll die Kapazität der dortigen Anlagen ab 2030 weiter ausbaubar sein, sofern die entsprechenden Förderzusagen vorliegen.

Während die Automotive-Sparte innerhalb der Metal Forming Division weiterhin unter dem schwierigen Marktumfeld in der europäischen Automobilindustrie leidet, konnte die Steel Division in diesem Segment nach eigenen Angaben weitere Marktanteile gewinnen.

Analysten heben Kursziele an

Die jüngsten Geschäftszahlen und der strategische Fortschritt stießen bei Marktbeobachtern auf positive Resonanz. Die Analysten der Erste Group reagierten am vergangenen Mittwoch unmittelbar und hoben ihr Kursziel für die Aktie deutlich von 39,50 Euro auf 55,30 Euro an. Für das laufende Geschäftsjahr rechnet der Vorstand weiterhin mit einem EBITDA in einer Bandbreite von 1,60 bis 1,85 Milliarden Euro.

An der Börse spiegelte sich der Optimismus zuletzt in einer Erholung wider, auch wenn das Papier gestern mit einem Abschlag bei 45,86 Euro schloss. Seit Jahresbeginn konnte der Wert bereits um 21,45 Prozent zulegen. Damit notiert der Kurs derzeit rund 75,04 Prozent über seinem 52-Wochen-Tief von 26,20 Euro, das im August des vergangenen Jahres markiert wurde.

Voestalpine-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Voestalpine-Analyse vom 11. August liefert die Antwort:

Die neusten Voestalpine-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Voestalpine-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 11. August erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Voestalpine: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Disclaimer

Hinweis: Teile dieses Artikels wurden mithilfe Künstlicher Intelligenz erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Die auf finanztrends.de angebotenen Beiträge dienen ausschließlich der Information. Die hier angebotenen Beiträge stellen zu keinem Zeitpunkt eine Kauf- beziehungsweise Verkaufsempfehlung dar. Sie sind nicht als Zusicherung von Kursentwicklungen der genannten Finanzinstrumente oder als Handlungsaufforderung zu verstehen. Der Erwerb von Wertpapieren ist risikoreich und birgt Risiken, die den Totalverlust des eingesetzten Kapitals bewirken können. Die auf finanztrends.de veröffentlichen Informationen ersetzen keine, auf individuelle Bedürfnisse ausgerichtete, fachkundige Anlageberatung. Es wird keinerlei Haftung oder Garantie für die Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen sowie für Vermögensschäden übernommen. finanztrends.de hat auf die veröffentlichten Inhalte keinen Einfluss und vor Veröffentlichung sämtlicher Beiträge keine Kenntnis über Inhalt und Gegenstand dieser. Die Veröffentlichung der namentlich gekennzeichneten Beiträge erfolgt eigenverantwortlich durch Gastkommentatoren, Nachrichtenagenturen o.ä. Demzufolge kann bezüglich der Inhalte der Beiträge nicht von Anlageinteressen von finanztrends.de und/ oder seinen Mitarbeitern oder Organen zu sprechen sein. Die Gastkommentatoren, Nachrichtenagenturen usw. gehören nicht der Redaktion von finanztrends.de an. Ihre Meinungen spiegeln nicht die Meinungen und Auffassungen von finanztrends.de und deren Mitarbeitern wider. (Ausführlicher Disclaimer)