Voestalpine verlor gestern im schwachen europäischen Börsenumfeld 3,0%. Nach Angaben von dpa-AFX belasteten die kräftigen Vortagesverluste an der US-Technologiebörse Nasdaq die europäischen Aktienmärkte. Die APA verwies außerdem auf schwache Vorgaben aus den USA und Asien sowie den Ausverkauf bei Technologie- und KI-Aktien. Damit stand der Rückgang bei Voestalpine im Zusammenhang mit dem allgemeinen Marktgeschehen.
Kostenfrage und Kaufempfehlung
Eine unternehmensbezogene Aussage lieferte gestern Herbert Eibensteiner. Wie „Die Presse“ berichtete, sagte der Voestalpine-CEO im Gespräch mit einer Schülerzeitung, er würde ein neues Werk nicht in Österreich errichten. Stattdessen würde er einen Standort wählen, an dem Energiepreise und Kostenbasis günstiger seien. Die Aussage bezog sich auf die hypothetische Entscheidung über ein neues Werk.
Die Deutsche Bank bestätigte am 27. Oktober ihre Kaufempfehlung für Voestalpine. Das dabei genannte Kursziel beträgt 63,00 Euro. Es handelte sich um eine Bestätigung der Einstufung, nicht um eine Hochstufung.
Branchendruck und Halbjahreszahlen
Bereits am 28. Oktober hatte das Preisumfeld die europäischen Stahlaktien belastet. Laut dpa-AFX bewertete Jefferies-Analyst Cole Hathorn Aussagen von SSAB zur Preisentwicklung im vierten Quartal auf dem US-Markt als enttäuschend. Voestalpine gehörte damals ebenfalls zu den nachgebenden Aktien. Der Anlass lag damit bei Aussagen eines anderen Stahlunternehmens.
Aus dem Konzern kam am Donnerstag eine Meldung zur Ausbildung: Beim Konzernlehrlingstag in Linz trafen sich nach Unternehmensangaben 380 Nachwuchsfachkräfte aus Österreich, Deutschland und der Schweiz. Zum Start des neuen Ausbildungsjahres nahm Voestalpine in Österreich 311 neue Lehrlinge auf.
Am 11. November veröffentlicht Voestalpine die Ergebnisse für das zweite Quartal und das erste Halbjahr des Geschäftsjahres 2026/27.
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