85 Prozent weniger CO₂ bis 2030 – das kostet Milliarden. Voestalpine investiert massiv in „greentec steel“. Jetzt bekommt der Linzer Konzern Rückenwind aus Brüssel.
Die EU verschärft die Importbarrieren für Billigstahl aus Drittstaaten. Ein CBAM-Zoll (Carbon Border Adjustment Mechanism) soll sicherstellen, dass Importe mit niedrigen Umweltauflagen einen Aufpreis zahlen. Für Voestalpine ist das Existenzsicherung – während der Transformation zur CO₂-neutralen Produktion.
Die Aktie notierte zuletzt bei 45,54 Euro. Das entspricht einem Jahresplus von über 95 Prozent. Seit Jahresbeginn stehen knapp 18 Prozent Gewinn. Der RSI von 69,3 signalisiert: Zum überkauften Bereich fehlt nicht mehr viel.
Vom Volumenhersteller zum Technologiepartner
Voestalpine setzt nicht mehr auf Masse, sondern auf Nischen. Statt günstigem Standardstahl liefert das Unternehmen Speziallegierungen für die Luftfahrt und Komponenten für die Bahninfrastruktur. Großaufträge für Nickelbasislegierungen und Schmiedeteile aus dem Aerospace-Sektor untermauern diesen Kurs.
Gleichzeitig trennt sich der Konzern von schwachen Einheiten – Buderus Edelstahl und Böhler Profil wurden bereits verkauft. Das schützt die Margen, auch wenn das konjunkturelle Umfeld in Bau und Maschinenbau angespannt bleibt. Der Markt honoriert die Strategie: Die 200-Tage-Linie liegt gut 21 Prozent unter dem aktuellen Kurs.
Bilanz am 3. Juni
Am 3. Juni legt Voestalpine die Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr vor. Analysten erwarten einen klaren Gewinnsprung. Die neue Kapitalallokationsstrategie sieht eine Ausschüttungsquote von 30 Prozent vor – vorausgesetzt, der Verschuldungsgrad bleibt unter 2,0.
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