Die Voestalpine AG-Aktie befindet sich in einem starken Aufwärtstrend, das Momentum liegt klar auf der Oberseite. Die verbesserten Gewinne unterstreichen diese Entwicklung und das ohne einen Ausbau der Schulden.
Ergebnisse und Marktpreis senden deutliches Signal
In den ersten drei Quartalen 2025/26 lag der Umsatz bei 11,1 Mrd. € (–5,1 % YoY). Auf den ersten Blick wirkt das schwach. Operativ sieht das Bild jedoch deutlich besser aus. Das EBITDA stieg um 7,2 % auf 1 Mrd. €, die Marge verbesserte sich von 8,2 % auf 9 %. Das EBIT legte sogar um 20,9 % auf 473 Mio. € zu, der Nettogewinn erhöhte sich um 25,1 % auf 259 Mio. €. Das ist keine kosmetische Verbesserung, sondern das Ergebnis klarer Kostendisziplin.
Der Free Cashflow liegt mit 345 Mio. € deutlich im positiven Bereich. Gleichzeitig reduzierte das Unternehmen die Nettoverschuldung auf 1,4 Mrd. €, während das Eigenkapital auf 7,6 Mrd. € stieg. In einem schwachen Industriejahr Cash zu generieren und parallel die Bilanz zu stärken, spricht für Resilienz. Der Grund liegt auf der Hand, Voestalpine ist längst kein reiner Massenstahlwert mehr. Wachstum kommt aus margenstarken Segmenten wie Aerospace, Rail und Spezialanwendungen. Die Schwäche im klassischen Automotive- und Industriebereich fängt das Unternehmen dadurch teilweise ab. Zusätzlich greifen Kostensenkungsprogramme. Trotz konjunkturellem Gegenwind bestätigt das Management die EBITDA-Guidance von 1,4 bis 1,55 Mrd. € für das Gesamtjahr.
Auch politisch gibt es Rückenwind. Die US-Reduktion bestimmter Zölle auf verarbeitete Stahlprodukte entlastet hochwertige Erzeugnisse. Gleichzeitig stärkt der europäische CBAM-Mechanismus den Schutz vor Billigimporten aus CO₂-intensiven Regionen. Für einen Anbieter mit Fokus auf Premium-Stahl ist das strukturell positiv.
Voestalpine AG-Aktie im Chart-Check
Der starke Anstieg hat sich auch in diesem Jahr fortgesetzt, aktuell steht die Aktie jedoch an einer Widerstandszone. Diese ergibt sich aus den Hochs vom Mai 2018. Hält das Momentum an, sollte ein Ausbruch nach oben möglich sein. Darüber wartet bereits die nächste Widerstandszone zwischen 53,6 und 55,2 Euro. Dieser Bereich leitet sich aus den Hochs vom Januar 2018 ab. Kommt es dort zu einer Abweisung, könnte die aktuell überwundene Zone als Unterstützung fungieren und neue Kaufkraft anziehen. Bietet jedoch auch diese Unterstützung im weiteren Verlauf keinen Halt, hätte der Markt auf der Unterseite noch Spielraum bis in den Bereich um 29 Euro. Dort liegen ebenfalls frühere Hochpunkte, die als mögliche Kaufzone dienen könnten. Hier die Voestalpine AG im Tageschart.

Den Link zu Tradingview und dem Chart findest du hier: https://www.tradingview.com/x/8e0v1ZIJ/
Von Short-Chancen würde ich aktuell Abstand nehmen. Der Markt ist stark und gegen dieses Momentum stelle ich mich nicht. Kommt es zu Rücksetzern, suche ich gezielt nach Kauf-Chancen.
Eine erste Möglichkeit kann sich bereits an der aktuellen Zone ergeben. Bricht der Markt darüber aus und zeigt anschließend bei einem Rücksetzer erneut Kaufkraft, wäre das ein sauberes Long-Setup. Das gleiche gilt für die Zone rund um 39 Euro. Kommt dort Stärke in den Markt, bietet sich eine Chance, auf weiter steigende Kurse zu setzen.
Ihr Konrad
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