Vodafone Aktie: 1,6 Millionen Haushalte in Griechenland

Vodafone plant mit PPC Group ein Open-Access-Glasfasernetz für 1,6 Millionen Haushalte in Griechenland.

Auf einen Blick:
  • Gemeinsames Glasfasernetz mit PPC Group
  • Offen für andere Anbieter geplant
  • Gerichtserfolg in Indien gegen Nachzahlung
  • UK-Netzintegration nach Milliarden-Programm abgeschlossen

Vodafone will in Griechenland gemeinsam mit dem PPC Group ein dickes Netzwerk aufziehen. Die beiden Konzerne planen ein 50:50-Joint-Venture für Glasfaser-Infrastruktur. Ziel: mehr als 1,6 Millionen Haushalte mit FTTH-Anschlüssen zu versorgen. Das Joint Venture soll offen für andere Internetanbieter sein — ein reines Open-Access-Modell.

Der Deal ist noch nicht in trockenen Tüchern. Due Diligence und die finale Zustimmung der Wettbewerbsbehörden stehen aus. Klar ist aber: Vodafone treibt seine Europa-Strategie konsequent voran.

Integration in UK und ein Meilenstein in Indien

In Großbritannien läuft der Netzausbau auf Hochtouren. Am 28. Mai 2026 schloss Vodafone die nationale Integration seiner Kern- und Funknetze ab. Ein 11-Milliarden-Pfund-Programm, das die 5G-Abdeckung verbessern soll. Millionen Kunden profitieren von weniger Funklöchern.

Ein wichtiger Erfolg gelang dem Konzern in Indien: Am 8. Juni 2026 wies der Bombay High Court eine umstrittene Nachzahlungsforderung der Regierung ab. Die Rede war von rund 23.600 Crore Rupien — eine immense Summe. Das Gericht sah keine Rechtsgrundlage für die rückwirkende Spektrumsgebühr. Erleichterung für die gesamte Branche, auch wenn Vodafone dort nicht mehr operativ tätig ist.

In Deutschland liegt der Fokus derweil auf Effizienz und Modernisierung. Vodafone Germany treibt den FTTB/H-Ausbau weiter voran und hat in den eigenen Netzwerken bereits Klimaneutralität erreicht.

Aktie mit Luft nach oben

Die Vodafone-Aktie notiert bei 1,27 Euro und bewegt sich kaum. Seit Jahresbeginn steht ein Plus von 11,5 Prozent, der Abstand zum 52-Wochen-Hoch bei 1,41 Euro beträgt rund zehn Prozent. Anleger warten auf klare Signale, wie sich die Großprojekte auf die Verschuldung auswirken.

Am 10. Dezember folgen die Quartalszahlen des ersten Halbjahres. Dann zeigt sich, ob sich die Investitionen in bessere Margen übersetzen lassen.

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