Vodafone Aktie: 1 Milliarde aus VodafoneZiggo-Verkauf

Vodafone kassiert eine Milliarde Euro aus dem Niederlande-Deal und will damit Schulden senken. Neue TV-Gebührenklage in Deutschland belastet.

Auf einen Blick:
  • Milliardenerlös aus Ziggo-Verkauf
  • Erlös fließt in Schuldenabbau
  • Millionenklage wegen TV-Gebühren
  • Investoren-Briefing für Oktober geplant

Vodafone-Chefin Margherita Della Valle treibt den Konzernumbau mit hohem Tempo voran. Der Verkauf der Beteiligung am niederländischen Joint Venture VodafoneZiggo ist nun offiziell abgeschlossen. Das spült eine Milliarde Euro in die Kasse und schärft das europäische Portfolio des Telekommunikationsriesen.

Fokus auf Schuldenabbau

Vodafone erhält für seinen 50-prozentigen Anteil an VodafoneZiggo eine Barzahlung von einer Milliarde Euro. Zusätzlich behält der Konzern eine Beteiligung von zehn Prozent an der neu geformten Ziggo Group. In dieser Einheit werden die niederländischen Aktivitäten mit der belgischen Telenet gebündelt. Das Management plant, die Erlöse vollständig für den Abbau der Nettoverschuldung zu nutzen.

Markenrechte und technische Dienstleistungen bleiben über den Verkauf hinaus Teil der Verbindung. Vodafone erwartet daraus über die nächsten zehn Jahre Service-Einnahmen von rund 625 Millionen Euro. Damit bleibt trotz des Teilrückzugs eine wichtige kommerzielle Brücke zum niederländischen Markt bestehen.

Rechtsstreit im Kernmarkt Deutschland

In Deutschland sieht sich der Konzern derweil mit einer neuen Millionenklage konfrontiert. Die elumeo-Tochter Juwelo wirft Vodafone vor, über 14 Jahre hinweg deutlich zu hohe Einspeisegebühren für TV-Signale verlangt zu haben. Drei weitere Kläger unterstützen das juristische Verfahren. Die geforderte Schadensersatzsumme liegt im niedrigen dreistelligen Millionenbereich.

Strategie und Ausblick

Ungeachtet des juristischen Gegenwinds konzentriert sich der Vorstand weiter auf die Hauptmärkte Großbritannien und Deutschland. Nach dem Kauf von VodafoneThree im Vereinigten Königreich bereitet das Unternehmen nun den nächsten Schritt vor. Die Folge: Vodafone lädt für Oktober 2026 zu einem Investoren-Briefing. Dort wird das Management die langfristige Strategie und die Pläne zur Netzintegration detailliert vorstellen.

An der Börse findet dieser Kurs derzeit viel Zuspruch. Die Aktie legte zuletzt deutlich zu und verbucht seit Jahresbeginn ein Plus von 23,46 Prozent. Mit einem aktuellen Kurs von 1,39 Euro rückt das bisherige 52-Wochen-Hoch von 1,44 Euro wieder in greifbare Nähe.

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