Die Zahlen von VNET Group sehen auf den ersten Blick gar nicht schlecht aus. Der Umsatz im vierten Quartal kletterte um satte 19,6 % auf 384,25 Millionen Dollar. Das liegt sogar über den Analystenschätzungen. Auch der Verlust schrumpfte deutlich von 0,06 Renminbi je Anteilsschein auf nur noch 0,01 Renminbi. Klingt nach einer Erfolgsstory, oder?
Doch die Sache hat einen gewaltigen Haken. Die Chinesen bauen ihre Rechenzentrumskapazitäten mit atemberaubendem Tempo aus. Ende Dezember 2025 waren 889 MW in Betrieb, verglichen mit nur 486 MW ein Jahr zuvor. Das ist fast eine Verdopplung innerhalb von zwölf Monaten. Weitere 452 MW befinden sich im Bau. Dieser Expansionswahn kostet richtig Geld.
VNET Group Aktie Chart
Die Milliarden-Wette auf künftiges Wachstum
Für 2026 plant VNET Investitionen zwischen 10 und 12 Milliarden Renminbi. Das sind umgerechnet rund 1,3 bis 1,6 Milliarden Euro. Bei einem Jahresumsatz von gerade einmal rund 1,4 Milliarden Euro eine gewaltige Summe. Die Auslastung der Großhandelskapazität liegt aktuell bei 70,1 %, was durchaus solide klingt. Aber sie ist gegenüber dem Vorquartal sogar leicht gesunken.
Die Commitment-Rate von 95,3 % zeigt zwar, dass Kunden sich langfristig binden. Doch bei den neuen Kapazitäten im Bau sind erst 34,5 % vorgebucht. Das bedeutet erhebliches Risiko. Wenn die Nachfrage nicht wie erhofft anzieht, stehen teure Rechenzentren leer herum.
Anleger sollten sich bewusst sein, dass hier eine klassische Wachstumswette läuft. VNET setzt alles auf die KI-Karte und den Datenboom in China. Die Prognose für 2026 mit 15,6 bis 18,6 % Umsatzwachstum klingt ambitioniert. Ob sich die Milliarden-Investitionen auszahlen, wird sich erst in den kommenden Quartalen zeigen. Bis dahin bleibt die Aktie hochspekulativ.
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