Vivendi hat für das erste Quartal 2026 Erlöse von 69 Millionen Euro gemeldet, was bei konstantem Währungs- und Perimeter-Vergleich einem Plus von 1,3 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht. Fast das gesamte Geschäft steckt in Gameloft, das mit 68 Millionen Euro den Löwenanteil beisteuert. In einem schwierigen Marktumfeld für die Videospielbranche ist das durchaus respektabel.
Gameloft setzt seinen Schwenk hin zu PC und Konsole konsequent fort. Das Segment macht inzwischen 51 Prozent der Erlöse aus und wuchs um 11,0 Prozent. Die Mobil-Sparte, die die andere Hälfte beisteuert, stagniert derweil. Die fünf meistverkauften Spiele im Quartal waren Disney Dreamlight Valley, Asphalt Legends, Disney Magic Kingdoms, March of Empires und Disney Speedstorm. Demnächst kommen zwei neue Titel hinzu: Nickelodeon Extreme Tennis: Next! für Ende Mai sowie Bluey’s Happy Snaps im Herbst.
Das eigentliche Problem heißt Universal Music
Operativ läuft es also. Das Portfolio ist eine andere Geschichte. Per 31. März 2026 belief sich der Wert der börsennotierten Beteiligungen auf 4,426 Milliarden Euro, verglichen mit 5,532 Milliarden zum Jahresende 2025. Das sind gut 1,1 Milliarden Euro weniger in drei Monaten. Der Grund: Die Vivendi-Beteiligung an Universal Music Group rutschte von 22,23 Euro je Aktie auf 16,64 Euro, der Gesamtwert damit von 4,041 auf 3,024 Milliarden Euro.
Immerhin hat sich das Bild seither wieder aufgehellt. Per 20. April 2026 notierte die UMG-Beteiligung bereits wieder bei 20,38 Euro je Aktie, das Gesamtportfolio der börsennotierten Beteiligungen erholte sich auf 5,188 Milliarden Euro. CEO Arnaud de Puyfontaine und Aufsichtsratschef Yannick Bolloré haben das in ihrer Stellungnahme auch prompt hervorgehoben.
Vivendi SE Aktie Chart
Luxusmagazine als neue Wette
Parallel dazu hat Vivendi am 31. März die Luxussparte von Prisma Media übernommen und zur neuen Tochtergesellschaft V Collection umfirmiert. Darunter fallen die französische Lizenz von Harper’s Bazaar sowie die Titel Côté Maison, IDEAT, MilK und The Good Life. Zusätzlich erwarb Vivendi einen Anteil von 13,58 Prozent an der Prisma Group, der Holdinggesellschaft von Prisma Media. V Collection wird ab dem zweiten Quartal 2026 zum Konzernumsatz beitragen.
Die Nettoverschuldung stieg leicht von 1,501 auf 1,554 Milliarden Euro, hinzu kommt das Darlehen an Lagardère von nominal 450 Millionen Euro. Viel Spielraum ist das nicht, zumal Vivendi gleichzeitig in neue Geschäftsfelder investiert.
Gameloft wächst brav, V Collection ist neu und noch ohne Zahlen, und das Portfolio hängt letztlich an UMG. Wer Vivendi kauft, kauft damit vor allem eine Wette auf Universal Music Group.
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