Vivendi Aktie: 14-Prozent-Absturz auf 1,70 Euro

Schwache UMG-Zahlen lassen Vivendi-Aktie um über 14 Prozent einbrechen. Der Nettogewinn des Musikriesen fiel im ersten Halbjahr um fast 85 Prozent.

Auf einen Blick:
  • Aktie verliert über 14 Prozent
  • UMG-Nettogewinn bricht um 85 Prozent ein
  • Freier Cashflow schrumpft drastisch
  • Rückkaufprogramm soll Kurs stabilisieren

Vivendi erlebt an der Pariser Börse einen schwarzen Freitag. Die Aktie des Medienkonzerns bricht massiv ein und nähert sich ihrem Jahrestief. Der Grund liegt beim wichtigsten Aktivposten im Portfolio: der Universal Music Group.

Einbruch beim Gewinn

Die Vivendi-Aktie verlor im Tagesverlauf über 14 Prozent an Wert und notiert aktuell bei 1,70 Euro. Damit radiert der Absturz die mühsamen Erholungsversuche der vergangenen Wochen vollständig aus. Seit Jahresbeginn summiert sich das Minus bereits auf fast 30 Prozent.

Der Musikriese Universal Music Group (UMG) lieferte am späten Donnerstagabend die Vorlage für den Ausverkauf. Zwar stiegen die Erlöse um gut 13 Prozent auf rund 3,3 Milliarden Euro. Allerdings enttäuschte die Profitabilität auf ganzer Linie.

Der Nettogewinn brach im ersten Halbjahr um fast 85 Prozent auf 222 Millionen Euro ein. Höhere Finanzierungskosten belasteten das Ergebnis massiv. Parallel dazu schrumpfte der freie Cashflow von 163 Millionen auf nur noch 24 Millionen Euro zusammen. Die bereinigte EBITDA-Marge sank auf 20,5 Prozent.

Die Abhängigkeit von der Musik

Für Vivendi ist die Schwäche der Tochter fatal. UMG ist die mit Abstand wichtigste Beteiligung des Konzerns. Der Anteil wird aktuell mit über vier Milliarden Euro bewertet. Damit macht das Musikgeschäft den Großteil des gesamten börsennotierten Portfolios von Vivendi aus.

Marktteilnehmer betrachten die Vivendi-Aktie oft als Stellvertreter für ihre zugrunde liegenden Investments. Sinkt der Wert von UMG, fällt der Nettoinventarwert des Mutterkonzerns sofort mit. Die hohe Volatilität der letzten Wochen unterstreicht die Nervosität am Markt.

Anfang September veröffentlicht Vivendi die eigenen operativen Daten für das Halbjahr 2026. Bis dahin rückt das bestehende Aktienrückkaufprogramm stärker ins Visier. Der Konzern darf eigene Papiere zu einem Preis von bis zu 4,00 Euro zurückerwerben, um den Kurs bei Bedarf zu stabilisieren.

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