Visa hat am Mittwoch eine neue Lösung namens Intelligent Commerce Connect vorgestellt, und die Aktie legte prompt um 2,1 Prozent zu. Soweit, so erwartbar. Was allerdings aufhorchen lässt: Das neue System ist ausdrücklich darauf ausgelegt, auch Zahlungen über Nicht-Visa-Karten abzuwickeln. Ein Zahlungsdienstleister, der sein Netz für die Konkurrenz öffnet. Ob das wirklich so selbstlos gemeint ist, darf man bezweifeln.
Was steckt dahinter?
Die Idee ist demnach folgende: Immer mehr Verbraucher nutzen KI-Agenten, die eigenständig Einkäufe erledigen. Visa will für diese Agenten die Zahlungsinfrastruktur stellen, egal über welches Netzwerk die Transaktion läuft. Intelligent Commerce Connect integriert sowohl Visas eigene APIs als auch die anderer Netzwerke und unterstützt gleich mehrere große Protokolle: Trusted Agent Protocol, Machine Payments Protocol, Agentic Commerce Protocol und Universal Commerce Protocol. Alles über eine einzige Integration via der Visa Acceptance Platform.
Händler können damit ihre Produktkataloge für KI-Plattformen auffindbar machen, Agenten können Zahlungen direkt initiieren, und wer als Enabler Transaktionen für Händler abwickelt, bekommt von Visa gleich die PCI-Compliance-Orchestrierung dazu. Klingt komplex, ist es auch. Aber das ist wohl der Punkt.
Visa Inc. Aktie Chart
Pilot mit ausgewählten Partnern
Aktuell befindet sich die Lösung in einem Pilotprogramm mit Partnern wie Aldar, AWS, Diddo, Highnote, Mesh, Payabli und Sumvin. Weitere sollen im Laufe des Jahres folgen. Visa nennt das Ganze Teil seines Intelligent Commerce Portfolios, also einer breiteren Strategie rund um KI-gestützten Zahlungsverkehr.
Und da liegt die eigentliche Geschichte. Visa positioniert sich nicht als Karten-Netzwerk, das auf KI-Agenten wartet, sondern als Infrastruktur, über die der gesamte Agentenhandel läuft, egal ob mit Visa oder ohne. Wer die Schienen baut, verdient an jedem Zug. Das haben die Anleger am Mittwoch wohl verstanden.
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