Die Virgin Galactic-Aktie erlebt dieser Tage wahrlich galaktische Kurssprünge. Nachdem sich der Kurs des Raumfahrtanbieters innerhalb weniger Tage mehr als verdreifacht hatte, kollabierte er gestern um fast 40 Prozent. Was steckt hinter dem dramatischen Kurseinbruch?
Eine massive Kapitalerhöhung
Hauptauslöser des gestrigen Kursdebakels der Virgin Galactic-Aktie war zweifellos die Ankündigung einer massiven Kapitalerhöhung. Das Raumfahrtunternehmen will im Rahmen eines At-The-Market-Programms neue Aktien im Wert von bis zu 350 Millionen US-Dollar auf den Markt werfen.
Für die bestehenden Aktionäre bedeutet das eine massive Verwässerung ihrer Anteile. Anleger flüchteten aus der Aktie, weil das Unternehmen frisches Geld drucken muss, um den extrem teuren Betrieb aufrechtzuerhalten.
Virgin Galactic verdient aktuell kein Geld. Nachdem das alte Raumschiff VSS Unity eingemottet wurde, konzentriert sich alles auf die Entwicklung der neuen Delta-Klasse-Raumschiffe. Diese Schiffe sollen die Profitabilität bringen, da sie deutlich häufiger (bis zu zweimal pro Woche) ins All fliegen können.
Die Entwicklung verschlingt jedoch hunderte Millionen Dollar. Da die ersten kommerziellen Flüge mit der Delta-Klasse frühestens für Anfang 2026 geplant waren und sich die Testflüge nun bis weit in die zweite Jahreshälfte hinziehen, geht dem Konzern das Geld schneller aus als gedacht.
Ist der Zeitplan noch zu halten?
Zusätzlicher Druck kam durch Berichte über die jüngsten Bodentests in New Mexico. Es zeichnet sich ab, dass die Integration der neuen Avionik-Systeme in das Trägerflugzeug mehr Zeit in Anspruch nimmt als vom Management prognostiziert. An der Börse wächst die Befürchtung, dass der Neustart des kommerziellen Betriebs weiter nach hinten verschoben werden muss.
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