Virgin Galactic Aktie: 92 Millionen Cashflow-Verlust im Q2

Virgin Galactic droht ohne neue Mittel die Zahlungsunfähigkeit. Die Delta-Klasse soll die Wende bringen, doch Anleger bleiben skeptisch.

Auf einen Blick:
  • Quartalszahlen Mitte August erwartet
  • Delta-Klasse als Rettungsanker
  • Aktie verliert über 20 Prozent
  • Kapitalreserven schrumpfen deutlich

Virgin Galactic steuert auf eine existenzielle Entscheidung zu. Das Raumfahrtunternehmen bereitet sich aktuell auf die Veröffentlichung der Zahlen für das zweite Quartal 2026 vor. Dabei steht nicht weniger als die finanzielle Zukunft des Konzerns auf dem Spiel.

Finanzielle Notlage verschärft sich

Mitte August präsentiert das Management die neuen Bilanzen. Die Erwartungen am Markt sind minimal. Experten rechnen mit einem Quartalsumsatz von lediglich 100.000 US-Dollar. Indes verbrennt das Unternehmen massiv Kapital. Der freie Cashflow dürfte mit bis zu 92 Millionen US-Dollar negativ ausfallen. Das Management äußerte bereits Zweifel am Fortbestand des Betriebs. Ohne neue Mittel oder kommerzielle Erfolge droht die Zahlungsunfähigkeit.

Die Delta-Klasse als letzter Anker

Alle Hoffnungen liegen nun auf der neuen Raumschiff-Generation. Diese Delta-Klasse soll künftig acht Flüge pro Monat ermöglichen. Ein erster Prototyp ist in Arizona bereits montiert. Parallel dazu laufen Tests an den Hydrauliksystemen in Südkalifornien. Im dritten Quartal 2026 sollen die ersten Gleitflüge stattfinden. Um diese Meilensteine vorzubereiten, nutzt das Team die VSS Unity für das Training der Piloten. Der Zeitplan ist riskant. Bereits Ende des Jahres will das Unternehmen erste Umsätze mit Raketenstarts erzielen.

Skepsis an der Börse

Anleger strafen die Unsicherheit ab. Die Aktie verlor seit Jahresbeginn über 20 Prozent an Wert. Mit einer Volatilität von 85 Prozent bleibt das Papier ein hochriskantes Investment. Der Kurs pendelt derzeit um die Marke von 2,55 US-Dollar. Die Marktteilnehmer warten nun auf Signale für eine Stabilisierung der Bilanz durch den geplanten Aktientausch gegen Schulden.

Der Fokus verschiebt sich auf das verbleibende Kapital. Zuletzt verfügte Virgin Galactic über Reserven von rund 220 Millionen US-Dollar. Dieses Polster muss bis zum kommerziellen Start der Delta-Flotte reichen. Verzögerungen bei den Testflügen im Spätsommer dürften den Druck auf die Aktie weiter erhöhen. Klarheit bringt der Earnings-Call im August.

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