Vinci hat am Donnerstag für die ersten neun Monate 2026 einen höheren Auftragseingang bei Vinci Energies und Vinci Construction gemeldet. Zusammen erreichten die beiden Bereiche 49,6 Milliarden Euro, ein Plus von 6 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
Der Auftragsbestand stieg nach Unternehmensangaben um 7 Prozent auf 75,4 Milliarden Euro. Beim Umsatz verzeichnete Vinci in den ersten neun Monaten 2026 ebenfalls Wachstum: Die Erlöse erreichten 55,96 Milliarden Euro. Das entsprach einem Zuwachs von 3,1 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
Jahresausblick unter Steuervorbehalt
Vinci bestätigte seinen Ausblick für 2026 unter der Voraussetzung unveränderter Steuersätze. Dabei hält das Unternehmen einen freien Cashflow von 6 Milliarden Euro für möglich.
Die Pläne Frankreichs für eine höhere Infrastrukturabgabe von vor rund einem Monat bleiben allerdings unter parlamentarischer Prüfung. Nach Einschätzung von Vinci könnte eine Erhöhung das operative Ergebnis und den Nettogewinn 2026 zusätzlich mit rund 450 Millionen Euro belasten. Die Zahlung würde 2027 anfallen.
Kühlauftrag und abgeschlossene Übernahme
Einen neuen Auftrag meldete Vinci am Dienstag: Die Konzerngesellschaft Cobra IS soll für 165 Millionen Euro eine Kühlanlage errichten. Sie ist für einen Rechenzentrumscampus auf der Iberischen Halbinsel vorgesehen. Cobra IS bewirbt sich außerdem um weitere Bauphasen, deren Gesamtwert Vinci mit mehreren Milliarden Euro beziffert; diese Aufträge sind noch nicht vergeben.
Bereits am 14. Oktober hatte Vinci Energies die Übernahme der deutschen All for One Group SE abgeschlossen. Nach Abwicklung des freiwilligen öffentlichen Übernahmeangebots hielt die Gesellschaft 87,33 Prozent der Aktien.
Die nächsten Verkehrszahlen von Vinci Autoroutes und Passagierzahlen von Vinci Airports für Oktober 2026 sollen am 17. November nach Börsenschluss erscheinen. Die Veröffentlichung der Jahresergebnisse 2026 ist für den 10. Februar 2027 nach Börsenschluss vorgesehen.
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