Viking Therapeutics Aktie: Quartalszahlen am 28. Oktober

Viking schließt Rekrutierung für zentrale Phase-3-Studien ab und plant orale VK2735-Prüfung. Analysten bleiben trotz Kurszielsenkung positiv.

Auf einen Blick:
  • Phase-3-Rekrutierung für VK2735 abgeschlossen
  • Orale Studien starten im Q4 2026
  • Nettoverlust von 128 Millionen Dollar
  • Cantor bekräftigt Kaufempfehlung für Aktie

Viking Therapeutics treibt die Entwicklung seiner Medikamentenkandidaten zur Gewichtsreduktion mit hoher Intensität voran. Das Unternehmen konnte zuletzt den Abschluss der Patientenrekrutierung für wichtige klinische Studien verkünden und bereitet gleichzeitig den Start einer weiteren zulassungsrelevanten Untersuchung vor. Damit festigt der Biotech-Konzern seine Position im Wettbewerb um den lukrativen Markt für Adipositas-Behandlungen.

Fortschritte in der klinischen Pipeline

Im Zentrum der aktuellen Entwicklung steht der Wirkstoffkandidat VK2735. Das Unternehmen gab am 29. Juli bekannt, dass die Rekrutierung für die Phase-3-Studien VANQUISH-1 und VANQUISH-2 vollständig abgeschlossen ist.

Bei diesen Untersuchungen handelt es sich um randomisierte, placebokontrollierte Studien mit einer Laufzeit von 78 Wochen, in denen die subkutane Anwendung des Wirkstoffs geprüft wird. Laut Unternehmensangaben verlaufen beide Programme planmäßig.

Parallel dazu bereitet Viking Therapeutics den nächsten Schritt für die orale Formulierung von VK2735 vor. Der Beginn der entsprechenden Phase-3-Studien wird für das vierte Quartal 2026 erwartet.

Kurzfristig blicken Anleger zudem auf das laufende dritte Quartal 2026, in dem Daten aus einer Phase-1-Studie zur Erhaltungsdosierung von VK2735 veröffentlicht werden sollen. Über diesen Kernkandidaten hinaus hat das Unternehmen mit VK3019 einen Amylin-Rezeptor-Agonisten in die klinische Phase 1 überführt.

Finanzielle Ausstattung und Kapitalmaßnahmen

Die intensive Forschungsarbeit schlägt sich in den Finanzzahlen für das zweite Quartal 2026 nieder. Das Unternehmen wies für diesen Zeitraum Forschungs- und Entwicklungskosten in Höhe von 115,8 Millionen US-Dollar aus. Die allgemeinen Verwaltungskosten beliefen sich auf 16,9 Millionen US-Dollar. Insgesamt resultierte daraus ein Nettoverlust von 128,0 Millionen US-Dollar, was einem Minus von 1,10 US-Dollar je Aktie entspricht.

Trotz der hohen Ausgaben verfügt Viking Therapeutics über eine solide Liquiditätsreserve. Zum Ende des zweiten Quartals belief sich der Kassenbestand auf 502 Millionen US-Dollar. Um die langfristige Finanzierung der umfangreichen Studienprogramme sicherzustellen, hat das Unternehmen zudem die rechtlichen Voraussetzungen für weitere Kapitalaufnahmen geschaffen.

Ende Juli wurde ein Prospekt für ein mögliches „At-the-Market“-Aktienangebot im Volumen von bis zu 500,0 Millionen US-Dollar eingereicht. An dieser Vereinbarung sind mehrere namhafte Investmentbanken wie Cantor Fitzgerald und Stifel beteiligt.

Analysten-Einschätzungen und Marktbewertung

Die jüngsten operativen Fortschritte werden von Experten aufmerksam verfolgt. Die Analysten von Cantor Fitzgerald bekräftigten am Freitag ihre Kaufempfehlung für das Papier. Zuvor hatte das Unternehmen bereits an einer Fachkonferenz des Analysehauses teilgenommen, um den aktuellen Stand der Pipeline zu erörtern.

Etwas vorsichtiger, aber dennoch positiv gestimmt, äußerte sich JPMorgan am 11. August. Die Bank behielt ihre Einstufung auf „Overweight“ bei, senkte jedoch das Kursziel von 75 US-Dollar auf 65 US-Dollar. Die Aktie von Viking Therapeutics notiert am heutigen Donnerstag bei 30,55 Euro und verzeichnet damit ein leichtes Minus von 0,8 % im Vergleich zum Vortag.

Seit dem Erreichen des 52-Wochen-Hochs von 37,30 Euro im Juli hat das Papier rund 18 % an Wert verloren. Gegenüber dem 52-Wochen-Tief, das im September vergangenen Jahres bei 19,46 Euro markiert wurde, steht jedoch weiterhin ein deutliches Plus von 57 %.

Anleger richten ihren Blick nun auf den 28. Oktober 2026. An diesem Tag plant Viking Therapeutics die Veröffentlichung der Ergebnisse für das dritte Quartal, die weitere Aufschlüsse über den Fortschritt der klinischen Programme und den finanziellen Spielraum geben dürften.

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