Vertiv hat gestern die Übernahme der UtilityInnovation Group abgeschlossen und dafür zunächst rund 1,45 Milliarden $ in bar bezahlt. Nach Unternehmensangaben soll der Zukauf bereits im ersten Jahr nach Abschluss das bereinigte Ergebnis je Aktie erhöhen. Die Vertiv-Aktie steigt heute um 12%; ein Zusammenhang mit der Übernahme ist damit nicht belegt.
Zusatzzahlungen hängen an Ergebniszielen
Zum Kaufpreis können weitere Barzahlungen von bis zu 1,15 Milliarden $ hinzukommen. Diese sind an EBITDA-Ziele gebunden, wie Vertiv mitteilte. Der Abschluss der Transaktion steht damit fest, die zusätzliche Gegenleistung bleibt jedoch vom Erreichen dieser Ziele abhängig.
Bereits am Montag schloss Vertiv außerdem die Übernahme der irischen King Environmental Services Ltd. ab. Medienberichten zufolge wurden die finanziellen Konditionen nicht veröffentlicht. Nach Einschätzung des Unternehmens dürften sie keine wesentlichen Auswirkungen auf seine Ergebnisse haben.
Neue Plattform und Ansatz für KI-Fabriken
Am Montag stellte Vertiv zudem die Infrastrukturplattform SmartIT vor, die nach Unternehmensangaben weltweit verfügbar ist. Die vorentwickelte und im Werk validierte Lösung basiert auf NVIDIA MGX sowie OCP ORV3. Sie verbindet Rack-Infrastruktur, Stromwandlung und -verteilung mit Flüssigkeitskühlung und Überwachung in einer integrierten Plattform.
Am 21. Oktober präsentierten Vertiv und NVIDIA einen Ansatz für den Aufbau von KI-Fabriken. Er kombiniert vorentwickelte Referenzdesigns mit werkseitig gebauter Infrastruktur. Laut Vertiv könnte die modellierte Bereitstellung in den ersten zwölf Monaten eine um bis zu 30% höhere kumulierte KI-Token-Ausgabe ermöglichen.
Polar Data Centers setzt diesen Ansatz bei der ersten Projektphase mit 41 MW in Norwegen ein.
Für heute hatte Vertiv die Veröffentlichung der Ergebnisse zum dritten Quartal 2026 vor Börsenbeginn angekündigt. Die zugehörige Telefonkonferenz wurde für 11 Uhr Eastern Time angesetzt.
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