Vertiv hat am Mittwoch nach kräftigem Wachstum im dritten Quartal die Prognose für 2026 angehoben. Das Unternehmen erwartet beim Jahresumsatz nun einen Mittelwert von 14.650 Millionen $ und beim bereinigten verwässerten Ergebnis je Aktie einen Mittelwert von 7,15 $.
Im dritten Quartal 2026 erzielte Vertiv einen Umsatz von 4.313 Millionen $, ein Plus von 61 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Die organischen Auftragseingänge wuchsen nach Unternehmensangaben um mehr als 100 %.
Zukäufe mit bedingten Zahlungen
Am Dienstag schloss Vertiv die Übernahme von Utility Innovation Holdings ab, die unter dem Namen UtilityInnovation Group auftritt. Die anfängliche Barzahlung beträgt rund 1,45 Milliarden $. Hinzu kommen mögliche weitere Barzahlungen von bis zu 1,15 Milliarden $, die an EBITDA-Ziele geknüpft sind.
Für diese erfolgsabhängigen Zahlungen gelten Zeiträume von zwölf und 24 Monaten. Sie sind damit an die Erreichung der vereinbarten Ergebnisziele gebunden.
Bereits am Montag hatte Vertiv die Übernahme von King Environmental Services abgeschlossen. Das irische Unternehmen bietet Dienstleistungen für Flüssigkeitsmanagement, Inbetriebnahme und Lasttests an. Finanzielle Konditionen veröffentlichte Vertiv nicht; das Unternehmen bezeichnete sie als unwesentlich für seine Finanzergebnisse.
Ausbau der Infrastruktur für KI
Am Dienstag kündigte Vertiv außerdem eine erweiterte Zusammenarbeit mit Dow und eine neue Partnerschaft mit Solenis an. Das gemeinsame Angebot soll thermische Infrastruktur, Flüssigkeitsmanagement und Dienstleistungen über den Lebenszyklus für die Flüssigkeitskühlung großer KI-Anwendungen verbinden. Dazu kommen Kompetenzen bei Kühlmitteln, Flüssigkeitschemie und Wasseraufbereitung.
Am Montag stellte Vertiv zudem SmartIT vor. Die nach Unternehmensangaben weltweit verfügbare Architektur integriert Rack-Infrastruktur, Stromverteilung, Flüssigkeitskühlung und Überwachung für KI-Anwendungen mit hoher Leistungsdichte. Sie ist für den Einsatz sowohl in bestehenden Anlagen als auch in neuen Rechenzentren ausgelegt.
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